Die gegen den Wolf bürstet

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Leider (oder besser zum Glück) befinde ich mich nicht in einer schlecht gescripteten Realitysoap, in der mir, weil ich so toll abgenommen habe (oder weil ich mich einfach so hässlich finde), ein komplettes Bodyliftig geschenkt wird.

Wobei ich aber auch weder mein innerstes und äusseres vor der ganze Republik entblössen, noch einen Arzt an meinem gesunden Körper herum schnibbeln lassen möchte.
Aber leider ist keiner, der grosse Mengen abnimmt, davor sicher, je nach Beschaffenheit des Bindegewebes, und so hängt auch bei mir der eine oder andere Hautlappen garniert mit Dehnungsstreifen (die ich allerdings liebevoll Tigerstripes nenne und nicht ganz so schlimm finde).

Wobei mein „Leiden“ sich nach meiner eigenen Einschätzung noch in Grenzen hält und ich niemanden verurteilen kann, der nach einer grossen Abnahme-Leistung gar keine Freude finden kann, weil das übrig gebliebene Hautgebilde einfach immer noch 5 Nummern zu gross ist. Wer sich dann für eine solche OP entscheidet, den kann ich dann sehr gut verstehen und Hut ab, für den zusätzlichen Mut und die Bereitschaft die damit einhergehenden Schmerzen zu ertragen.

Meine Massnahmen diesbezüglich fallen jetzt etwas dezenter aus, aber nichts desto trotz versucht ja der Mensch und auch besonders die Menschin, ja immer das Beste aus einer entstandenen Situation zu machen und sich von seiner besten Seite zu zeigen.

Meine Bingowings – auch charmant als Winkefleisch bezeichnet – also die weiche Haut am inneren Oberarm und auch die Innenseiten der Oberschenkel habe ich durch die exzessive Benutzung von schwerem Gewicht ganz gut im Griff.

Soviel zu den guten Nachrichten, denn unbestreitbar hängt der Bauch, bzw. das was von ihm übrig ist und auch die Brust verlangt nach massivem Halt von Aussen. Dem kann man mittels guten BHs und Shaping-Hemdchen prima entgegenkommen, so lange man angezogen ist, aber schon das Duschen im Studio nach dem Sport ist manchmal ne Mutprobe…

Nun las ich von einem Abnehm-Buddy auf MFP, dass er mit Bürstenmassagen gute Erfahrungen bei selbem Problem hat.
Eine Körperbürste kostet bei Rossmann 2.99€ und Bi-Oil und Q-10 Lotion hab ich auch noch zu Hause, also warum nicht ein Experiment, bei dem es keinen Verlierer geben kann?
Mir ist klar, dass ich die Hautlappen nicht gänzlich werde wegbürsten können, aber wenn sich die Hautbeschaffenheit auch nur etwas verbessert und vielleicht der eine oder andere Zentimeter auf dem Weg zur Wespentaille noch verschwindet, ist die Investition von 5-10 Minuten täglich sicher nicht zu viel. (gesetzt den Fall, ich schaffe es, das regelmässig durchzuziehen.)

An der richtigen Technik arbeite ich noch, laut Kneipp’schen Regeln (ja, Bürstenmassagen werden sogar vom guten alten Kneipp empfohlen, allerdings weniger gegen hängende Haut, sondern eher zur Abhärtung und zur Anregung des Kreislaufes. Bei regelmässiger Anwendung soll es auch gegen Cellulite wirksam sein, und das ist ja zumindest schonmal ein problemverwandtes Bindegewebsleiden.) soll eine Bürstenmassage eigentlich eine Ganzkörpermassage sein, an den Extremitäten von unten nach oben beginnend und immer zum Herzen hin. Das fällt aber bei mir weg, da der Fokus klar auf dem Bauch liegt.
Die Massage soll trocken oder auch nass erfolgen können, wobei ich mit meiner Bürste im nassen Zustand gar nicht angetan war, da die Borsten weich wurden und ich keinerlei Massagewirkung mehr feststellen konnte.

Der Leib soll laut Kneipp mit kreisförmigen Bewegungen in Verdauungsrichtung (m.E. Uhrzeigersinn) bearbeitet werden, wobei ich hier eher auf lange feste Striche von oben nach unten setze. Aber ich bin da flexibel und so lang hinterher die Haut schön rosig ist, ohne gereizt zu wirken, denke ich ich mache das schon richtig. Danach ist die Haut dann gut durchblutet und soll in der Lage sein, die durch Creme oder Öl zugeführten Nährstoffe besser aufzunehmen… na mal gucken!

Ausserdem wird noch davor gewarnt, dass eine abendliche Massage zu Schlafstörungen führen kann, wenn man, da der Kreislauf recht stark angefeuert werden kann. Dies kann ich nicht belegen, es würde aber meine schlaflose Nacht vorgestern erklären, also sei auch dies hier zumindest erwähnt.

Nun soll mein völlig uneigennütziger Selbstversuch natürlich auch dokumentierbar sein, und so habe ich zum ersten Mal auf meiner Reise naggische (naggisch, nicht neckisch, das ist in diesem Fall NICHT das Selbe) Vorher-Bilder gemacht. Aber keine Angst, damit werde ich euch nicht belästigen, reicht, wenn ich mir die angucken muss… Ansonsten werde ich weiter Umfänge messen und euch auf dem Laufenden halten, ob sich eine kleine Investition von etwas Zeit lohnt, um ein lästiges Problem zu lindern.

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5 Gedanken zu “Die gegen den Wolf bürstet

  1. Hallo,
    des öfteren habe ich gelesen, wenn man eine Hautstraffung durch eine OP machen lassen möchte, so muss belegt werden, daß das Gewicht mind. ein Jahr gehalten wurde. Die Haut wird an den Beckenknochen befestigt, welches schon schmerzhaft sein soll. Nimmt man unmittelbar nach der OP zu, hat man ein riesiges Problem und die Haut kann reißen. Ich bin auch ein befürworter das man alles probieren sollte, ohne chirugischen Eingriff. Daher kann es nicht schaden ein ganzes Jahr regelmässig zu bürsten und man wird feststellen, das die Chriugie nicht immer notwendig ist. Ich selbst habe durch das bürsten in den letzten 2 Monaten schon einen sehr schönen Erfolg erzielt und habe zustzlich jetzt noch die Schüssler Salze Nr.1 und 11 zu genommen um das Bindegewebe zu stärken. Also es wird sich zeigen, wie es im weiteren Monat aussehen wird.

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  2. Ich wünsche viel Erfolg (und überlege ob das nicht auch ne gute vorbeugende Maßnahme ist auch wenn ich nicht so viel Gewicht verlieren werde… – schaden kanns ja nix und von allein wird die Haut bei zunehmenden Alter ja auch nicht straffer)

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  3. Da bin ich mal sehr gespannt, welche Erfahrungen du damit machst. Bei mir wird im Bauchbereich alles Bürsten der Welt nichts helfen, aber andere Körperregionen sind gar nicht soooo schlaff und da käme die Methode dann auch in Frage. 🙂

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