Piraten im Gym oder: No Bandana – No Workout

Beim Sport gibts mich nicht ohne meine Piratenkopfbedeckung… Bandanas in jeder Menge Farben (na gut, ich gebs zu, meist sind sie eher schwarz-bunt, aber das kennt man ja von mir nicht anders 🙂 )

Jetzt fragt man sich natürlich: Was soll das?

Spleen? Mode? (wenn ja, welche?!?!?) Religiöse Gründe? Geltungbedürfnis?

Oder steckt da vielleicht was ganz anderes dahinter?

Tatsache ist:

Ich schwitze am Kopf wie ein Schwein…

Ich habe am Kopf wie ein Schwein geschwitzt, als ich noch dick war (allerdings nicht nur beim Sport, sondern bei jeder Gelegenheit, zu der ich mich mehr als üblich bewegen mußte).

Nun, da ich es nicht mehr bin, schwitze ich immer noch bei jeder sportlichen Aktivität wie ein Schwein…

Und ich HASSE es!

Nicht das Schwitzen an sich, das ist ja nicht ungesund und ein gepflegter Körper stinkt ja auch nicht beim Schwitzen (sondern erst danach, wenn man sich nicht wäscht und wartet, bis die auf der Haut untermietenden Bakterien sich zum Festgelage einfinden und bestimmte Stoffe im Schweiß u.a. in Buttersäure zerlegt haben…).

Aber die heiß-kalte Suppe, die mir das Gesicht runterläuft, von den Haaren tropft und sowohl die Brille von der Nase, als auch die In-Ears aus den Ohren rutschen lässt, und man gar nicht mehr mit dem Wegwischen hinterherkommt… die HASSE ich! Davon mal ganz abgesehen, dass dann das Gym-Handtuch (das eigentlich nur ein bißchen vor den Körperausdünstungen der anderen an meinem Luxuskörper schützen soll) nach 5 Minuten von meinem eigenen Schweiß durchweicht ist, es ist einfach eklig und man sieht dabei auch noch scheiße aus!!!!

Na… schon eine Idee, warum ich beim Sport nicht ohne  meine Bandanas anzutreffen bin? Ich geh nicht Laufen, nicht zum Zumba und schon gar nicht ins Gym, ohne meine bunten Tücher…

Bis auf gestern… da hatte ich es nämlich vergessen… und da ich das nicht als Ausrede gelten lassen wollte, bin ich trotzdem gegangen…

Nach 5 Minuten hingen die ersten Schweißtropfen an einer vorwitzigen Locke, die mir beim Squatten auf die Brille geplatscht ist… bäääääh! Das nervt ganz schön, wenn man versucht, sich auf die erste Kniebeuge seines Lebens mit 50 kilo auf der Schulter zu konzentrieren und einen dabei dauernd der eiskalte Schweiß des Todes antröpfelt!!!!

2013-09-27 19.29.41 DSCI0010

2014-07-09 14.58.56IMG_1339

Schön ist zwar auch anders und nen Fashionaward werde ich damit nie gewinnen (z.B. Gymbunny des Monats), aber die Bandanas bewahren mich davor, auszusehen, wie ein überforderter Otter, indem sie das Schwitzen tarnen und die triefende Suppe abfangen, die derangierte „Frisur“ verbergen und auch Brille und Ohrstöpsel sicher an ihrem Platz halten… Dass ich bei meinem Sportpensum jede Woche einen kleinen Bandana-Wäscheberg produziere, nehme ich da gern in Kauf…

Also, wer noch nach einem kreativen Geschenk für mich sucht… mit einem Bandana in einer aufregend exotischen Farbe macht man gewiss nichts falsch 😀

N

Advertisements

Boobie-Talk (again) – Pixies ultimativer Sport-BH-Test

Ein absolut unverzichtbares Utensil für dein neues sportliches Leben ist ein gut sitzender Sport-BH!

Ich selber komme von einer unglaublich unsportlichen und absolut sport-unfreundlichen 95G-H und habe mich auf meiner Reise sukzessive runtergearbeitet. Im Laufe der Zeit habe ich zwangsweise etliche Marken, Exemplare und Kuriositäten ausprobiert und bin inzwischen bei einer 75E angekommen. Das ist in der Unterbrustweite nicht mehr so kompliziert, wie eine 95, aber da das Körbchen anscheinend nicht mehr weiter schrumpft (zum Glück, nen bissi was möchte ich schon noch in die Auslage werfen können, auch wenn es nur verpackt wirklich gut aussieht, aber das Problem hab ich eigentlich seit ich 16 bin *seufz*), gibt es immer noch nicht die große freie Auswahl im Wäscheparadies, denn die grossen Cups jenseit D fangen meist erst ab 80 an…

Aber zurück zum Thema Sport-BH.

Wer eine sehr große Oberweite hat, wird das kennen: Jogging, Springen, eigentlich alles, was uns in Wallung bringt, wird durch mangelnden Support durch einen fest sitzenden BH nicht nur schmerzhaft, sondern sieht auch blöd aus!  Und es hindert uns zu allem Übel auch noch an der ordnungsgemäßen Ausführung der Übungen, weil wir die ganze Zeit irgendwie dafür sorgen müssen, dass alles an seinem Platz bleibt, nichts rausfällt und wir uns nicht ein blaues Kinn schlagen… 😉

Übungen. die vor einer Spiegelwand stattfinden sind ein furchtbarer Graus, denn das Elend auch noch sehen müssen, setzt dem Ganzen einfach die Krone auf…

Folge: Man kann nicht alles geben, schämt sich, ist die ganze Zeit damit beschäftigt, an seinen Klamotten rumzuzuppeln und so richtig sportlich kann man sich vor lauter Wackelpudding gar nicht fühlen…

Meine Ersthilfe, bestand und besteht bis heute darin, über den Sport-BH noch ein Spandex-Hemdchen zu tragen (Shaping-Unterwäsche, bei C&A für schlankes Geld (ca. 16€) zu haben, bei QVC unter der Bezeichnung „schlankstütz“ für unglaubliche Beträge, von denen ich aber nicht weiß, ob sie die Mehrausgabe wert sind… Bei meinen ersten Jogging-Versuchen und beim 30day-shred (Ich HASSE Jumping-Jacks!!!!!) habe ich sogar noch ein Extra-Shaping Bustier (C&A 9€) über BH und Shaping Hemdchen gezogen, so dass ich sage und schreibe 3fach gewappnet war, bevor ich mich wirklich sicher beim Sport gefühlt habe.

Derzeit habe ich  5 verschiedene Sport-BHs, die ich euch heute in einem kleinen Praxisvergleich vorstellen möchte, vielleicht auch, um euch die Kaufentscheidung zu erleichtern und euch die eine oder andere Fehlinvestition zu ersparen, denn wie wir alle wissen, ist die Anschaffung von Sport-BHs eine recht kostspielige Angelegenheit (kann es sein, es geht auch anders!).

Natürlich gibt es auch andere Marken, und sobald ich mir wieder was neues zulege, wird es auch Updates geben.

Noch ein Shopping-Tip, wenn ihr noch am Suchen seid: Geht in ein Fachgeschäft oder zu Kaufhof in die Unterwäsche-Abteilung (die Mädels da sind nch echt von der alten Schule und haben in der Regel schwer was auf dem Kasten) und lasst euch einmal vernünftig zwecks Größe beraten.

 

Ach ja, und da ich mich nicht mit irgendwelchen Herstellern über Bilderrechte streiten möchte, bitte ich die folgenden Unterwäsche-Bilder (ganz ohne Filter und Retusche) zu entschuldigen…  😉

 Foto 17.08.14 22 53 38

Anita – Maximum Support „momentum underwire“ Nr.5519

  • Grössen: 65-90 B-H
  • Online oder im Kaufhaus (Kaufhof)
  • ca 70€
  • schwarz, haut, weiß

Pros:

  • Bügel (drückt nicht)
  • sehr guter Halt
  • macht einen schönen Ausschnitt
  • einfach zu schließen (übliche BH-Form)
  • pflegeleicht, trocknet schnell, nimmt häufiges Waschen nicht übel, langlebig
  • auch in grossen Grössen erhältlich

Contras:

  • hoher Preis
  • keine peppigen Farben (wobei das schwarz ein eher glänzendes Anthrazitgrau ist, das passt schon)
  • Körbchen nicht elastisch, wenn die Brust kleiner wird, passt sich das Cup nicht noch an, sondern der BH ist zu groß

Hinweis: fallen großzügig in der Unterbrustweite aus, so trage ich derzeit eine 70F (etwas zu groß im Cup da schon etwas älter)

 

 Foto 17.08.14 22 52 39

Shock Absorber Modell: 335044 – Sport-BH Run

  • Größen: 70-85 B-F
  • online oder im Sportfachhandel (Intersport)
  • Preis: 42€
  • Farben: Pink/Lila, Schwarz, Weiss, hellblau/pink, lila/weiss, blau/gelb, schwarz/gelb (Ich hab ihn in Pink/Lila und Schwarz)
  • Soll laut Werbung die Brustbewegung um 78% verringern

Pros:

  • coole Farben erhältlich
  • guter Support
  • angenehm zu tragen
  • mittleres Preissegment

Contras:

  • Oberer Clip ohne Hilfe schwer zu schliessen (sehr verrenkungsintensiv)
  • Trägerregulierung über Haken und Schlingen, nur eingeschränkt regulierbar und Gefahr des Aufgehens während des Trainings, kann behoben werden, indem der Haken etwas zusammengebogen wird
  • Das Pink verblasst extrem schnell und sieht leider schnell nicht mehr schick aus, beim schwarzen Modell keine Probleme
  • Beim Anziehen muss man das Unterbrustband mit dem Logo unter der Brust sorgfältig umdrehen, da es sonst hässliche Hautabdrücke durch das Gummilogo gibt.
  • Einer der Verschlusshaken hat sich nach kurzer Zeit aufgebogen, so dass ich ihn immer wieder vorsichtig in Form biegen musste

 

 

Foto 17.08.14 22 57 29

Domyos Feel Beautiful

  • Grösse 65-90 A-E
  • Gibts leider nur bei Decathlon Sport Discountern oder online
  • Farben: Schwarz (angeblich auch pink und lila)
  • Preis: 19.90€ (+6€ Versandgebühr bei Onlinekauf)

Pros:

  • Extrem gute Passform bei extrem leichter Beschaffenheit.
  • Keine Nähte
  • Sehr guter Halt
  • Formt einen guten Ausschnitt
  • Absolut angenehmes Tragegefühl
  • Variable Träger (gerade und über Kreuz tragbar)
  • Unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis
  • nicht nur als Sport-BH-Nutzbar

Contra:

  • Leider nicht überall zu haben
  • bisher nur in schwarz gesehen
  • Die Hakenlösung der flexiblen Träger kann u.U. rausrutschen und mitten im Training aufgehen (kann man durch vorsichtiges Biegen der Haken abstellen)
  • Einer der Verschlusshaken geriet bald aus der Form (auch hier vorsichtig wieder in Form gebogen, muss ab und an wiederholt werden)

Die Webseite macht ein paar merwürdige Werbeversprechen zum Thema „Stärkung des Brustgewebes und Straffung“, das einfach mal gepflegt überlesen, dann bleibt ein absolut preisgünstiger und tragbarer und zu dem noch ansehbarer Sport BH… sobald ich nochmal an einem Decathlon vorbei komme, brauch ich Nachschub!!!! (In Essen gibts zum Beispiel einen in der Rathausgalerie, wo früher Saturn drin war)

 

 

Foto 17.08.14 22 54 56

Hunkemöller HKMX Sport BH extra strong support level 3

  • Grössen: 70-85 B-F
  • Nur bei Hunkemöller
  • Farbe: Schwarz
  • Preis: 29.90€

Pro:

  • Konventionelle Trägerverstellung (keine Haken, die aus Schlaufen rausrutschen können

Contra:

  • Extrem schwer anzuziehen, obwohl die Größe stimmt. Kriege das Ding nur mit viel Geduld auf dem Rücken liegend zugemacht. Macht das ganze Ding eigentlich zu einem No-Go
  • Die komischen Pads in den Cups kann man zum Glück rausnehmen, die tragen nur auf und rutschen hin und her.

 

Foto 17.08.14 22 55 42

Tchibo Profi Sport-BH

  • Größen: 75-85 B-D (habe 80D)
  • Nur bei Tchibo (derzeit vergriffen)
  • Farbe: schwarz
  • Preis: 14.95€

Pro:

  • Preiswert
  • Stützt OK

Contras:

  • Durch den festen Kreuzrücken nur kompliziert über den Kopf anziehbar und mit auf den Rücken verdrehten Armen hinten zu schliessen
  • Trägerkürzen über Haken-Schlaufensystem, das rausrutschen kann
  • Geringe Grössenauswahl

Fazit:

Mein persönlicher Favorit ist der Domyos, dicht gefolgt vom Shock-Absorber, wobei ich bei letzterem die schwer zu schließende Supportschnalle und das blöde Haken-Schlaufensystem zum regulieren der Trägerlänge total nervig finde. Aber da die Stützleistung gut bis sehr gut ist, nehme ich das notgedrungen in Kauf. Der Anita BH ist von der Stützleistung und vom Tragekomfort absolut unschlagbar, allerdings eben auch recht teuer.

Allerdings ist der Anita (bzw. generell Produkte von Anita) natürlich auch für Mädels mit grossen Oberweiten so ziemlich die einzigste mir bekannte Alternative für vernünftige Sport-BHs.

Girl-Talk: Boobie-Problems… warum ist mir das nicht schon früher eingefallen?!?!

Foto 18.07.14 20 46 42

Nicht nur ich hab mich (fast) halbiert. Auch meine Oberweite hat sich der Transformation angeschlossen und so bin ich von einer monströsen 95 G-H zu einer angenehmen 75 E geworden… Die Probleme beim BH-Kaufen haben sich somit zwar nicht erledigt, sondern lediglich verlagert, aber das soll gar nicht das eigentliche Thema hier sein…

Vielmehr wollte ich von einer simplen, preisgünstigen und trotzdem so genialen Lösung eines Problems berichten, die mich heute spontan beim Bummeln überfallen hat und die wirklich so einfach ist, dass ich mich frage, warum ich erst jetzt drauf gekommen bin.

Das Problem liegt darin, dass die schmelzenden Fettmassen der Brust bei mir seitlich am Körper, direkt unter der Achsel wirklich hässliche Hautlwülste hinterlassen haben, die man auch mit guten BHs und Shaping-Hemdchen nicht wegschmuggeln kann.

Aus diesem Grund sind Ringerhemdchen und Tank-Tops sowie Spaghettiträger und ärmellose Sommerkleider ohne Unterzieh-T-Shirt bisher bei mir tabu gewesen… diese Wülste stören mich in der Tat mehr, als der Bauch. Der hängt zwar auch, aber da ist ja Textil drüber und sieht deshalb nicht so schlimm aus.

Heute nun mitten im C&A die Erleuchtung: Warum nicht einfach mal so ein schlauchelastisches Bandeau-Top versuchen, wie es die jungen Dinger unter ihren XXL-ärmellosen-Flatter-Tops ziehen?!?!?!?

 

Foto 18.07.14 20 19 18

Habe dann zwei Stück „onesize“ im Set für 5€ mit nach Hause genommen. Ein glatt schwarzes und ein schwarzes mit Glitzersteinchen.

Und siehe da: sitzt, passt, rutscht nicht, Wabbel weg, Problem gelöst! 🙂

Natürlich/leider kann ich das Ding nicht einfach so drunterziehen, sondern quasi nur als „Blende/Sichtschutz“ über BH und Hemdchen streifen, aber was tut frau nicht alles, für die Schönheit…

 

 

 

Die gegen den Wolf bürstet

Foto 14.07.14 22 51 23 (1)

Leider (oder besser zum Glück) befinde ich mich nicht in einer schlecht gescripteten Realitysoap, in der mir, weil ich so toll abgenommen habe (oder weil ich mich einfach so hässlich finde), ein komplettes Bodyliftig geschenkt wird.

Wobei ich aber auch weder mein innerstes und äusseres vor der ganze Republik entblössen, noch einen Arzt an meinem gesunden Körper herum schnibbeln lassen möchte.
Aber leider ist keiner, der grosse Mengen abnimmt, davor sicher, je nach Beschaffenheit des Bindegewebes, und so hängt auch bei mir der eine oder andere Hautlappen garniert mit Dehnungsstreifen (die ich allerdings liebevoll Tigerstripes nenne und nicht ganz so schlimm finde).

Wobei mein „Leiden“ sich nach meiner eigenen Einschätzung noch in Grenzen hält und ich niemanden verurteilen kann, der nach einer grossen Abnahme-Leistung gar keine Freude finden kann, weil das übrig gebliebene Hautgebilde einfach immer noch 5 Nummern zu gross ist. Wer sich dann für eine solche OP entscheidet, den kann ich dann sehr gut verstehen und Hut ab, für den zusätzlichen Mut und die Bereitschaft die damit einhergehenden Schmerzen zu ertragen.

Meine Massnahmen diesbezüglich fallen jetzt etwas dezenter aus, aber nichts desto trotz versucht ja der Mensch und auch besonders die Menschin, ja immer das Beste aus einer entstandenen Situation zu machen und sich von seiner besten Seite zu zeigen.

Meine Bingowings – auch charmant als Winkefleisch bezeichnet – also die weiche Haut am inneren Oberarm und auch die Innenseiten der Oberschenkel habe ich durch die exzessive Benutzung von schwerem Gewicht ganz gut im Griff.

Soviel zu den guten Nachrichten, denn unbestreitbar hängt der Bauch, bzw. das was von ihm übrig ist und auch die Brust verlangt nach massivem Halt von Aussen. Dem kann man mittels guten BHs und Shaping-Hemdchen prima entgegenkommen, so lange man angezogen ist, aber schon das Duschen im Studio nach dem Sport ist manchmal ne Mutprobe…

Nun las ich von einem Abnehm-Buddy auf MFP, dass er mit Bürstenmassagen gute Erfahrungen bei selbem Problem hat.
Eine Körperbürste kostet bei Rossmann 2.99€ und Bi-Oil und Q-10 Lotion hab ich auch noch zu Hause, also warum nicht ein Experiment, bei dem es keinen Verlierer geben kann?
Mir ist klar, dass ich die Hautlappen nicht gänzlich werde wegbürsten können, aber wenn sich die Hautbeschaffenheit auch nur etwas verbessert und vielleicht der eine oder andere Zentimeter auf dem Weg zur Wespentaille noch verschwindet, ist die Investition von 5-10 Minuten täglich sicher nicht zu viel. (gesetzt den Fall, ich schaffe es, das regelmässig durchzuziehen.)

An der richtigen Technik arbeite ich noch, laut Kneipp’schen Regeln (ja, Bürstenmassagen werden sogar vom guten alten Kneipp empfohlen, allerdings weniger gegen hängende Haut, sondern eher zur Abhärtung und zur Anregung des Kreislaufes. Bei regelmässiger Anwendung soll es auch gegen Cellulite wirksam sein, und das ist ja zumindest schonmal ein problemverwandtes Bindegewebsleiden.) soll eine Bürstenmassage eigentlich eine Ganzkörpermassage sein, an den Extremitäten von unten nach oben beginnend und immer zum Herzen hin. Das fällt aber bei mir weg, da der Fokus klar auf dem Bauch liegt.
Die Massage soll trocken oder auch nass erfolgen können, wobei ich mit meiner Bürste im nassen Zustand gar nicht angetan war, da die Borsten weich wurden und ich keinerlei Massagewirkung mehr feststellen konnte.

Der Leib soll laut Kneipp mit kreisförmigen Bewegungen in Verdauungsrichtung (m.E. Uhrzeigersinn) bearbeitet werden, wobei ich hier eher auf lange feste Striche von oben nach unten setze. Aber ich bin da flexibel und so lang hinterher die Haut schön rosig ist, ohne gereizt zu wirken, denke ich ich mache das schon richtig. Danach ist die Haut dann gut durchblutet und soll in der Lage sein, die durch Creme oder Öl zugeführten Nährstoffe besser aufzunehmen… na mal gucken!

Ausserdem wird noch davor gewarnt, dass eine abendliche Massage zu Schlafstörungen führen kann, wenn man, da der Kreislauf recht stark angefeuert werden kann. Dies kann ich nicht belegen, es würde aber meine schlaflose Nacht vorgestern erklären, also sei auch dies hier zumindest erwähnt.

Nun soll mein völlig uneigennütziger Selbstversuch natürlich auch dokumentierbar sein, und so habe ich zum ersten Mal auf meiner Reise naggische (naggisch, nicht neckisch, das ist in diesem Fall NICHT das Selbe) Vorher-Bilder gemacht. Aber keine Angst, damit werde ich euch nicht belästigen, reicht, wenn ich mir die angucken muss… Ansonsten werde ich weiter Umfänge messen und euch auf dem Laufenden halten, ob sich eine kleine Investition von etwas Zeit lohnt, um ein lästiges Problem zu lindern.