Piraten im Gym oder: No Bandana – No Workout

Beim Sport gibts mich nicht ohne meine Piratenkopfbedeckung… Bandanas in jeder Menge Farben (na gut, ich gebs zu, meist sind sie eher schwarz-bunt, aber das kennt man ja von mir nicht anders 🙂 )

Jetzt fragt man sich natürlich: Was soll das?

Spleen? Mode? (wenn ja, welche?!?!?) Religiöse Gründe? Geltungbedürfnis?

Oder steckt da vielleicht was ganz anderes dahinter?

Tatsache ist:

Ich schwitze am Kopf wie ein Schwein…

Ich habe am Kopf wie ein Schwein geschwitzt, als ich noch dick war (allerdings nicht nur beim Sport, sondern bei jeder Gelegenheit, zu der ich mich mehr als üblich bewegen mußte).

Nun, da ich es nicht mehr bin, schwitze ich immer noch bei jeder sportlichen Aktivität wie ein Schwein…

Und ich HASSE es!

Nicht das Schwitzen an sich, das ist ja nicht ungesund und ein gepflegter Körper stinkt ja auch nicht beim Schwitzen (sondern erst danach, wenn man sich nicht wäscht und wartet, bis die auf der Haut untermietenden Bakterien sich zum Festgelage einfinden und bestimmte Stoffe im Schweiß u.a. in Buttersäure zerlegt haben…).

Aber die heiß-kalte Suppe, die mir das Gesicht runterläuft, von den Haaren tropft und sowohl die Brille von der Nase, als auch die In-Ears aus den Ohren rutschen lässt, und man gar nicht mehr mit dem Wegwischen hinterherkommt… die HASSE ich! Davon mal ganz abgesehen, dass dann das Gym-Handtuch (das eigentlich nur ein bißchen vor den Körperausdünstungen der anderen an meinem Luxuskörper schützen soll) nach 5 Minuten von meinem eigenen Schweiß durchweicht ist, es ist einfach eklig und man sieht dabei auch noch scheiße aus!!!!

Na… schon eine Idee, warum ich beim Sport nicht ohne  meine Bandanas anzutreffen bin? Ich geh nicht Laufen, nicht zum Zumba und schon gar nicht ins Gym, ohne meine bunten Tücher…

Bis auf gestern… da hatte ich es nämlich vergessen… und da ich das nicht als Ausrede gelten lassen wollte, bin ich trotzdem gegangen…

Nach 5 Minuten hingen die ersten Schweißtropfen an einer vorwitzigen Locke, die mir beim Squatten auf die Brille geplatscht ist… bäääääh! Das nervt ganz schön, wenn man versucht, sich auf die erste Kniebeuge seines Lebens mit 50 kilo auf der Schulter zu konzentrieren und einen dabei dauernd der eiskalte Schweiß des Todes antröpfelt!!!!

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Schön ist zwar auch anders und nen Fashionaward werde ich damit nie gewinnen (z.B. Gymbunny des Monats), aber die Bandanas bewahren mich davor, auszusehen, wie ein überforderter Otter, indem sie das Schwitzen tarnen und die triefende Suppe abfangen, die derangierte „Frisur“ verbergen und auch Brille und Ohrstöpsel sicher an ihrem Platz halten… Dass ich bei meinem Sportpensum jede Woche einen kleinen Bandana-Wäscheberg produziere, nehme ich da gern in Kauf…

Also, wer noch nach einem kreativen Geschenk für mich sucht… mit einem Bandana in einer aufregend exotischen Farbe macht man gewiss nichts falsch 😀

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Wie finde ich das richtige Fitness-Studio?

Note: Bitte beachtet, dass auch dieser Beitrag mal wieder nach Herzenslust mit Klischess spielt und sich auch des Stilmittels der literarischen Übertreibung bedient 😉

Fitness-Studios sind nicht für jeden was, aber trotzdem schließen jedes Jahr viele tausende Menschen überall auf der Welt mehr oder weniger lange bindende Verträge ab.

Besonders gern natürlich im Zuge der Umsetzung von Neujahrsvorsätzen u.ä., so dass um die Jahreswende viele Studios ungewöhnlich gut besucht sind.

Das ebbt aber erfahrungsgemäß auch sehr schnell wieder ab, so dass spätestens Mitte Februar die, die immer da sind, wieder unter sich sind.

Das ist natürlich schade um das viele schöne Geld, das da Monat für Monat verbrannt wird…

Was kann man nun tun, um nicht zur Karteileiche zu werden?

Ich will mal zusammenstellen, welche Fragen man sich stellen muss, bevor man unbedacht irgend etwas unterschreibt und was man selbst dafür tun kann, damit der Schweinehund nicht wieder gewinnt…

Unbestritten und schon mehrfach erwähnt:

Krafttraining ist im Rahmen der Gewichtsreduktion und vor Allem auch für Frauen eine wichtige und empfehlenswerte Komponente.

Aber:

Man muß bereit sein, mehrmals die Woche hinzugehen, damit es sich lohnt (unabhängig davon, ob man nun die Cardiogeräte nutzen, oder sich im Kraftbereich aufhalten will, oder gar beides… ) Und das bedeutet, dass man ab und an auch mal die Arschbacken zusammenkkneifen muß und sich ein bißchen zwingt, die Füße dorthin zu lenken, egal ob es noch „viel zu früh“ ist, man „einen harten Tag“ hatte oder es „wieder so viel Streß“ gab… Nach dem Training fühlt man sich in der Regel sowieso viel besser und ist froh, wenn nicht gar stolz, daß man es durchgezogen hat

Mir persönlich wäre es zu langweilig, stundenlang auf Cardiogeräten herumzuhampeln, zumal man Cardio ja auch viel schöner draussen in der Natur machen kann (Sommers wie Winters, wie ich betonen möchte), oder auch auf spassigere Weise, indem man z.B. Zumba- oder Fit-Fight-Kurse besucht… Zumal es ja inzwischen auch erwiesen ist, dass stundenlange, alleinig Cardioeinheiten nicht unbedingt beim effektiven Fettabbau helfen. Aber jeder wie er meint und besser eine Stunde Crosser, als gar nix gemacht 😉

Unabhängig davon, welche Geräte und Equipment man benutzen will, gibt es allerdings ein paar Punkte, die man bei der Auswahl eines Studios unbedingt beachten und checken sollte (ich weiß, dass „Großstadtpflanzen“ es in diesen Fragen allgemein leichter haben, als „Landeier“, da auf dem Land oft einfach die Dichte an verfügbaren Studios einfach nicht so hoch ist.)

  • Dein Studio sollte unbedingt so (verkehrs-)günstig wie möglich zu deinen täglichen Wegen liegen. Will heißen: So nah wie möglich an Deinem zu Hause, deiner Arbeitsstelle oder an einem für dich günstig gelegenen Verkehrsknotenpunkt. Alles, was dir Umwege bereitet, wird die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass du bald weniger oft hingehst, so lange der Weg ein Hindernis darstellt und das Fitness-Studio selbst noch kein Ort ist, an den du selber unbedingt hinwillst..
  • Dann stellt sich natürlich die wichtige Frage, ob du lieber in eine der preisgünstigen Fitnessketten willst, oder eher eine kleine inhabergeführte Muckibude das Richtige für dich ist. Meistens liegt die beste Wahl auch irgendwo in der Mitte, denn auch das gibt es.

Beides hat sicher Vor- und Nachteile. In den Fitnessketten ist man oft auf sich allein gestellt und wird (wenn überhaupt) mit 08/15 Plänen abgespeist, so daß man gezwungen ist, sich selbst weiter zu bilden, um mit seinem Training weiterzukommen, bzw. überhaupt erstmal alles richtig zu machen… Falls man da jemand an der Hand hat, der einem da helfen kann, ist schon viel gewonnen, ansonsten bleibt einem oft nur intensive Recherche… Pluspunkte sind natürlich der oft geringe Monatsbeitrag und in der Regel sehr lange und flexible Öffnungszeiten sowie die Option, auch in anderen Städten die Studios der überregionalen Ketten zu nutzen (für oft Dienstreisende sicher ein gewichtiges Argument).

Die ganz kleinen Studios sind dagegen oft sehr spezialisierte Pumperbuden, wo man sich als Newbie oft geradezu eingeschüchtert fühlen mag, zumal als Mädel…

 

Nun hast du also im günstigesten Falle mindestens 2 Studios zur Auswahl und weißt nun nicht, welches du nehmen sollst.

  • Vereinbare unbedingt ein Probetraining in jedem Studio deiner engeren Wahl. Auch wenn du noch nie in einem Fitness-Studio warst, werden dir dein Bauchgefühl und dein gesunder Menschenverstand viel sagen und dir bei der Entscheidung helfen.
  • Das Probetraining sollte unbedingt auch zu der Zeit stattfinden, zu der du später trainieren gehen wirst. Im Laufe eines Tages kann sich innerhalb eines Studios das Klientel komplett ändern… wenn du also dein Probetraining Vormittags hast, da du deinen Urlaub dafür nutzt, kann es sein, dass du dich über die vielen freundlichen älteren aktiven Damen freust und dich geradezu zu Hause fühlst… und wenn du dann zum ersten „richtigen“ Training abends um 6 kommst, dich von mindestens 20 testosteronstrotzenden Stiernacken geradezu erschlagen fühlst…

Worauf solltest du nun achten, wenn du zum Probetraining antrittst:

Das Studio:

  • Sind die Geräte alle intakt, sehen gepflegt/gewartet und sicher aus?
  • Benutzen die Trainierenden alle ein Handtuch zum unterlegen?
  • Gibt es Desinfektionsmittel an den Cardiogeräten und werden diese auch genutzt, wenn jemand fertig ist mit seinem Workout?
  • Gibt es einen Freihantelbereich?
  • Geht dieser über 10kg hinaus? (auch wenn du dir jetzt noch nicht vorstellen kannst, jemals auch nur so ein Ding hochheben zu können, das geht schneller, als du denkst 🙂 )
  • Sind die Hantelscheiben und Hanteln und auch Matten und sonstiges Equipment wie Medizinbälle, Matten, Kettlebells, Gymnastikbälle etc ordentlich an ihren Plätzen oder liegt viel unordentlich herum und man sieht permanent Menschen mit suchenden Gesichtern herumirren?
  • Ist Personal anwesend, ansprechbar und wirkt kompetent beim Beantworten von Fragen?
  • Wo hoch ist der Musik/Lautstärke-Pegel? Falls du die Musik doof und/oder zu laut findest, frag ruhig nach, ob das die übliche Beschallung und Lautstärke ist.
  • Sind die Mit-Trainierenden halbwegs gepflegt?
    • Wie ist der Umgangston?
    • Die Gesprächslautstärke?
    • Wie ist die Altersstruktur,
    • wie trainieren sie? Hardcorepumper, Gym-Bunnies, die am Crosser festgetackert scheinen oder vornehmlich „Normalos“, die konzentriert moderates Fitness-Training machen?
    • Kannst du dir vorstellen, diesen Leuten immer wieder beim Training zu begegnen?
  • Bietet das Studio Kurse an?
    • Sind die im Preis inbegriffen, oder fallen Extrakosten an?
    • Wie liegen die Kurse zeitlich?
  • Wie sind die Umkleiden?
    • Sind die Schränke groß genug?
    • Hat man genug Platz, sich umzuziehen, auch wenn gerade rush-hour ist?
    • Gibt es Fenster zwecks Lüften?
    • Dusche sauber und funktionstüchtig?
    • Gibt es Haartrockner? Oder zumindest genug Steckdosen, damit man seinen eigenen Fön mitbringen kann.
    • Eine Sauna? sauber und funktionstüchtig? Legen die Saunierer brav ein Handtuch unter? Existiert ein Ruhebereich?
    • Genug Toiletten und sind auch die sauber?

Das sind viele Punkte, aber genau das sind auch die Dinge, die in der Zukunft darüber entscheiden, ob du dich wohlfühlen wirst, wenn du mehrfach die Woche dort einkehren willst.

Solltest du nicht wirklich sicher sein, lass dir auf keinen Fall eine sofortige Unterschrift entlocken! Das Probetraining ist keine Gefälligkeit des Studios, mit der du eine „quasi-Verpflichtung“ eingehst, sondern es ist, wenn es angeboten wird, dein gutes Recht, welches du ohne das Gefühl nun im Zugzwang zu sein, wahrnehmen darfst. Ebenso sollte eine Bedenkzeit kein Problem sein.

Der Vertrag sollte natürlich fair sein und mit vernünftigen Kündigungsfristen ausgestattet. Natürlich gibt es auch noch die berühmten 24 Monats-Verträge, aber auch immer öfter findet man andere Vertragsformen mit monatlichen oder quartalsmäßigen Kündigungsfristen oder auch sogar 10er-Karten und andere Möglichkeiten, um erstmal auf den Geschmack zu kommen. Die Preise variieren hier von Discount-Preisen bei den Ketten für unter 20€, nach oben sind aber – wie immer und überall – kaum Grenzen gesetzt. Da muß man sich halt fragem ob es wirklich ins Budget passt, oder nur ins Wunschdenken, Mitglied bei Holmes-Place oder ähnlichen Anbietern zu sein… Ich denke für ein gutes Studio kann man einen Preis bis ca. 40-50€ akzeptieren, aber es geht natürlich auch oft preisgünstiger, wobei dann natürlich in der Regel dann auch das Angebot nur noch „Basic“ sein wird…

Nun gehen wir davon aus, dass du dich für eines der Studios entschieden hast und es wird ernst:

Dann kommt natürlich noch der berühmte Trainingsplan, den man zum ersten Training von einem Trainer erstellt bekommen sollte.

  • Vorangehen sollte dem ein ausführliches Gespräch über deine Ziele, Einschränkungen und ggf. Krankheiten, die bedacht werden müssen und einige Erklärungen, warum dir dein Plan so erstellt wird und nicht anders.
  • In manchen Studios wird auch ein kleiner Fitness-Test durchgeführt, in dem du unter Aufsicht einige Übungen absolvierst, die entsprechend den Ergebnissen helfen sollen, dich anfangs nicht zu überfordern, aber auch nicht zu unterfordern.
  • Wenn Du Gewicht verlieren willst, kannst du dich in den meisten Studios auch wiegen lassen und oftmals wird auch das Körperfett bestimmt (wobei die Messungen ähnlich genau sind, wie auf heimischen Körperfettwaagen, nämlich allenfalls Richtwerte…)

Nun heißen Fitness-Kaufleute natürlich nicht umsonst „Kaufleute“ und so kann es natürlich immer auch passieren, dass man dir versucht, irgendwelche Extraleistungen zu verkaufen… Das ist pauschal natürlich von meiner Position erstmal schwer beurteilbar, da ich mir aber grundsätzlich ungern was verkaufen lasse, bin ich bei sowas erstmal immer skeptisch. Denn natürlich ist es einfach, einem Newbie, der gern etwas erreichen möchte, aber noch nicht genau weiß, wie – 1001 Methoden aufzuschwatzen, schlicht, weil der sich argumentativ nicht wehren kann, da er (noch) kein Fachmann ist…

Um es auf den Punkt zu bringen: Man kann in einem Fitness-Studio mit den dort üblicherweise zur freien Verfügung stehenden Gerätschaften sowie einer gesunden Ernährung in einem moderaten Kaloriendefizit wunderbar abnehmen und benötigt keine zusätzlichen Programme, Diäten, Shakes, Wundermittel, Algenpackungen oder sonstigen Schnickschnack!!!!!

Einzige Ausnahme, die ich bei absoluten Newbies noch sinnvoll finde, sind ggf. eine oder ein paar Stunden mit einem Personal Trainer, die einem helfen, erstmal auf Spur zu kommen und eine Ahnung von dem zu bekommen, was und wie man seinen Körper am besten in Wallung bringt.

Wer diese Möglichkeit nicht wahrnimmt, dem wird aber meist auch so ein Trainingsplan erstellt, der in 95% aller Fälle solche oder sehr ähnliche Komponenten enthalten wird:

Das Training:

  • 10-15 Minuten Cardio auf einem Gerät deiner Wahl zum Warmup
  • Verschiedene Übungen auf der Gymnastikmatte und verschiedenen Geräten, die in der Regel was für die Bauchmuskeln (z.B.Crunches und Bauchmuskel-Maschine), die Brust (z.B. Butterflymaschine und Brustpresse), den Rücken (z.B.Latzug und Rudern), die Arme (z.B. Bizeps und Trizeps am Seilzug) die Beine (z.B.Beinpresse, Adduktoren und Abduktoren) beinhalten. Meist rät man dir zu moderatem Gewicht und ca. 15 Wiederholungen.
  • 30-45 Minuten Crosstrainer (oder Cardiogerät deiner Wahl) zur „Fettverbrennung“

Unabhängig davon, ob ich solch einen Plan generell für sinnvoll halte, finde ich es aber trotzdem wichtig, daß

  • der Trainer das erste Training komplett mit dir gestaltet,
  • sich Zeit für dich nimmt,
  • jede Übung möglichst anschaulich auf dem Trainingsblatt für dich festhält und
  • dir geduldig die richtige Ausführung der Übungen zeigt,
  • auch mal selber vormacht, wie das ganze richtig ausgeführt wird,
  • dir ggf. die Angst vor den mitunter monströsen Maschinen nimmt
  • und dir zeigt, welche Schrauben und Knöpfe du verstellen musst, um die für dich optimale Trainingsausführung durch die richtige Einstellung am Gerät zu erreichen.
  • Er sollte dir auch sagen, in welchem Umfang du Gewichte erhöhen kannst bzw. woran du merkst, ob das Gewicht vielleicht noch zu schwer ist.
  • Dann solltet ihr vereinbaren, wann der Plan wieder angepasst wird,

dies wird so in der Regel nach 12 Wochen angepeilt und du solltest diese 12 Wochen nicht nur dazu nutzen, fleißig zu trainieren, sondern dich auch schlau lesen, um dann schon selbst Ziele definieren zu können und einschätzen können, ob das, was der Kollege dir empfiehlt auch wirklich zielführend ist… Im besten Falle hast Du in der Zeit eh schon Kontakte geknüpft und dir selber genug Wissen angelesen, um nach und nach deine eigenen Pläne zu erstellen.

Und jetzt heißt es: „Sport frei!“ 😉

Welcome to the jungle – gesünder essen für Anfänger

Wer die Ohren aufsperrt und aufmerksam zuhört, dem kann es auf Dauer nicht verborgen bleiben: Nur wer seine Ernährung langfristig optimiert, dem wird es gelingen auch nachhaltig abzunehmen und später auch sein Gewicht zu halten.

Doch was tun… die Medien sind voll mit teils widersprüchlichen Ratschlägen und wenn man den Versprechungen der Werbung Glauben schenkt, merkt man bald, dass man damit ganz schön auf dem Holzweg landet.

Zig Studien die eigentlich nur ein Ziel haben: Denjenigen, der sie in Auftrag gegeben hat in seiner Weltanschauung zu bestätigen und im zweiten Schritt, alle konträren Ernährungs-Religionen zu verteufeln… Und natürlich mit dem völlig uneigennützigen Ziel, den Profit des Auftraggebers (oder der Lobby, die dahinter steht) zu steigern oder ihn mächtiger zu machen.

Wir sind alle des Lesens mächtig, ich unterstelle auch mal in den meisten Fällen auch des Verstehens und Verknüpfens – aber dennoch… der Titel des Posts ist nicht umsonst „welcome to the jungle“, denn genau das ist es nämlich: Ein Dschungel an Begriffen, Ideologien, Regeln und Geboten… Wie soll sich nun ein Newbie in Sachen gesunde Ernährung verhalten?

Meine beiden obersten Maximen lauten ja wie folgt:

1. Du bist ganz alleine für dich selber verantwortlich. Es liegt in Deiner Hand, wie viele Infornationen du dir beschaffst, was du davon glauben willst, welche Schlüsse du ziehst und was du letztendlich aus diesen Informationen machen möchtest.

2. Fang erstmal an, der Feinschliff kommt mit der Zeit.

Pixie

Ich möchte keine Abhandlungen über Ernährungsphysiologische Pros und Contras schreiben, sondern Tips geben, wie man erstmal ohne vertieftes Wissen anfangen kann, Kalorien zu sparen. Quasi eine Basis schaffen, von der ausgehend man seinen eigenen Weg suchen kann.

Here we go:

Gute Tips für den Einkauf:

  • Nimm dir Zeit!
  • Lies! jede! Nährwertangabe! und! Inhaltsliste!
  • Wenn du einen der Bestandteile nicht zuordnen bzw. nicht buchstabieren kannst: Lass es da!
  • Achte darauf, ob dem Produkt Zucker (in welcher Form auch immer) zugesetzt wurde.
    • Zucker im Müsli macht das ganze nur unwesentlich wertvoller, als Frosties oder Smacks.
    • Zucker in der Erdnusscreme, macht aus einem echten Powerfood nichts weiter als eine andere Nutella-Geschmacksrichtung
    • Fruchtsaft ist schon von Natur aus süß… zusätzlich zugesetzter Zucker macht das Ganze nur noch kalorienhaltiger
    • Selbst Mandelmilch und andere gesunde Milchalternativen kommen heutzutage gesüsst daher. Zwar nicht unbedingt mit Industriezucker, aber es treibt so oder so die Kalorien in die Höhe
  • Frage dich, ob die Kalorien in dein Budget passen und ob dir das Lebensmittel diese Kalorienmenge wert ist.
  • Achte auf Qualität
    • kaufe lieber frisch als abgepackt
    • lieber regional als eingeflogen
    • lieber zur Saison passend als z.B. Erdbeeren im Winter
    • je weniger Zutaten ein Produkt hat, um so besser
    • lieber „raw“ (=unverarbeitet) als verarbeitet
  • Gemüse und Obst sollten deine täglichen Begleiter sein, aber bedenke, auch Obst hat Kalorien. Mitunter gar nicht wenige, das kommt durch den enthaltenen Fruchtzucker.
  • Sei offen für Neues und experimentiere mit neuen Rezepten und Zutaten
  • Vermeide Fertigprodukte, Fastfood und industriell intensiv bearbeitete Lebensmittel

Nun zu den einzelnen Food-Gruppen und wie ich damit umging, bzw. inzwischen umgehe:

Obst:

Wohl das erste, was man auf seinen Plan nimmt, weil: Obst ist ja gesund. Stimm ich zu und unterstütze das voll und ganz.

Aber man muß sich bewußt sein, daß Obst Fruchtzucker enthält und dieser aufs Kalorienbudget geht… Besonders, wer von einer bestimmten Abnehm-Kirche kommt, und sich bis dato so viel Obst genehmigen durfte wie er/sie wollte, ohne wertvbolle Punkte zu verschwenden, muß hier etwas Aufmerksamkeit an den Tag legen. Aber es gibt auch hier viele verschiedene Ansätze. Manche essen aufgrund des Fruchtzuckers gar kein Obst mehr, andere ernähren sich quasi von Obst, finde heraus, was gut für Dich ist!

Meine Entscheidung:

Wie immer: Eine gesunde Balance ist schon mal viel Wert und so esse ich Obst auf jeden Fall öfter als früher aber ich lebe auch nicht davon. Auch Bananen und Weintrauben gönne ich mir, auch wenn sie recht viele Kalorien haben, aber meiner Meinung nach sind natürliche, unverarbeitet Lebensmittel (auch wenn sie kalorienreich sind) immer noch besser, als alles andere. Zumal schnell gemacht und einfach zu geniessen. Gewissenhaftes Kalorienzählen natürlich vorausgesetzt.

Gemüse/Salat:

Grün, Bunt, Gesund. Braucht man eigentlich nicht viel zu sagen, sollte so oft wie möglich und so wenig be- und verarbeitet wie möglich auf dem Speiseplan stehen

Meine Entscheidung:

Ich versuche so viel wie möglich davon in meinen Plan einzubauen. Frische Produkte zu verwenden und z.B. zum Salat Kalorienfallen wie Fertigdressings und vor Allem Sahnedressings zu vermeiden. (zumal selbstgemachtes Dressing ja auch viel besser schmeckt). Ein Schälchen geschnittenes Gemüse zum Abendbrot/ in der Lunchbox oder auch mal die klassische „Tomaten- oder Gurkenstulle“ sind eine leckere Möglichkeit, mehr Frische in den Speiseplan zu bringen. Eine wichtige Ausnahme mache ich: Frische Tomaten verwende ich nicht zum Herstellen von Tomatensoßen, da nehme ich ohne schlechtes Gewissen Dosentomaten, denn aus frischen Tomaten werden Sossen nie so fruchtig wie mit den eingedosten.

Milchprodukte:

Wers mag und verträgt, kann ohne Probleme auch beim Abnehmen weiter Milchprodukte konsumieren. Vielleicht ab sofort nicht mehr die Vollfett-Variante, aber auch mit 0,1%igem Jogurt kann man ein leckeres Salatdressing machen. Kefir mit Banane ist ein sattmachendes und super schmeckendes Mittagessen, wenn man es mal eilig hat und ohne Magerquark kommt aufgrund des wunderbaren Proteingehaltes eigentlich keine sportliche Abnahme aus. Ein Pfund Magerquark mit Beerenfrüchten und etwas Wasser und Sukrin zusammen in den Mixer (oder einfach kräftig umgerührt) ergeben eine tolle Proteinmahlzeit ganz ohne Pulver. Wer keine tierischen Produkte essen kann oder will, kann heutzutage aus einer Vielzahl von Alternativen auswählen, die für alle (Kuh-)milchprodukte eine Lösung anbieten. Hier muss man dann aber wieder drauf achten, ob das Zeug gesüsst wurde und womit…

Meine Entscheidung:

Milch nur noch 1,5%, Magerquark statt Sahnequark, aber davon immer sehr großzügig. Joghurt kann man prima den 0,1%igen nehmen und auch Schafkäse und Mozzarella sind in der Lightversion OK. Anders bei Camembert o.ä. – solche Leckereien kaufe ich bewusst selten, dann aber lieber das „gute Zeug“, damit man das Geschmackserlebnis nicht durch mindere „Light-Qualität“ kaputt macht.

Nüsse/Trockenfrüchte:

Gesunde Fette und Süssigkeit. Studentenfutter oder seine Bestandteile sind energierreich aber gesund, wenn man darauf achtet, dass weder Zucker noch Salz zugesetzt wurden.

Meine Entscheidung:

Nüsse mag ich so mittelgerne, so fällt es mir auch nicht schwer, die Portionen klein zu halten und nicht dauernd in die bei uns überall rumstehenden Schälchen zu greifen. Getrocknete Datteln und Feigen hingegen liebe ich und hier muss ich ganz klar drauf achten, nicht zu ungeniert zuzugreifen. Eine Handvoll Studentenfutter pro Tag passt sicher in jedes Budget, aber man muss dann aber auch aufhören können.

Man darf sich auch nicht übertölpeln lassen und auf „Saisonware“ wie gebrannte Mandeln oder Weihnachtsnüsse reinfallen, die dann mit Zucker oder Schokolade umhüllt sind, denn dann hat es sich schnell wieder mit „gesund“…

Eier:

Haben sich wohl inzwischen vom Stigma des bösen Cholesterin-Monsters befreit und so sehe ich nicht ein, warum Eier in jeder Zubereitungsform nicht wichtiger Teil eines jeden Abnehmplanes sein sollten.

Meine Entscheidung:

Oft und gerne auch mal nur als Snack, hartgekocht und auf die Hand, am liebsten als türkisches Rührei „Menemen“ mit Zwiebeln und Tomaten – aber ich achte bei Eiern auf Bioqualität und hoffe, das mir keine Batterieeier untergeschummelt werden

Fleisch/Wurst:

Fast schon eine ethische Frage, aber auch wer sich heute dazu entscheidet, noch Fleisch zu essen (wie ich), kann ein paar kluge Entscheidungen von Anfang an treffen, die eine direkte Auswirkung auf den Abnehmprozess haben können. Insgesamt hat sich allgemein die Menge reduziert, die ich im Laufe einer Woche zu mir nehme und das, was ich esse, darf dann auch von besserer Qualität sein.

Meine Entscheidung:

Ich esse eh am liebsten Geflügel und Rind, deshalb kommen bei mir Schwein und Schaf eigentlich nie auf den Tisch. Ich versuche sowohl beim Fleisch als auch bei der Wurst generell vom ganzen Stück essen, vermeide also Würste und Durchgekuttertes, da man da nie genau weiss, was genau drin ist und auch der Fettgehalt ist eher undurchsichtig. Hackfleisch oder Tartar hole ich an der Fleischtheke, oder wenn möglich beim Metzger und da auch grundsätzlich nur Rind. Beim türkischen Metzger kann man in der Regel dabei zusehen, wie das Fleisch durch den Wolf gejagt wird, so dass man das „Vorher“ zumindest mal gesehen hat.

Ich liebe Wurst, aber habe inzwischen fast vollständig aufgehört andere als Schinken (kein Formfleisch, richtigen Schinken!!!!) in allen Variationen zu essen – (Hier auch mal aus Schwein, da bin ich nicht so… Schinken deshalb, weil es eben vom „Stück“ ist und nicht irgendwas zusammengeklebtes. Ab und an auch mal Aspikwurst oder Corned-Beef, aber damit erschöpft sich die Auswahl inzwischen… (Als ich dem Ingenieur – meiner besseren Häfte, der zwar ne Menge, aber nicht alles mitmacht – letztens eine Fleischwurst holen wollte, hat sich mir bei der Auszeichnung auf der Packung ein bisschen der Magen umgedreht… „Truthahn-Separatorenfleisch“ stand da drauf und schon alleine das Wort hat mich dazu bewogen, von dieser Wurst nicht probieren zu wollen…)

Ab und an habe ich wirklich Appetit auf Salami oder Leberwurst… das gönne ich mir dann, sofern es ins Kalorienbudget passt, aber auch hier hole ich lieber wenig und frisch, als die Riesen-Familienpackung… Früher habe ich mir z.B. eine ganze ungarische Salami geholt und dann in fetten Scheiben verspeist, anstelle mir 100g in hauchfeinen Scheiben zu gönnen und so den Geschmack richtig zu geniessen.

Brot/Brötchen:

Ich liebe Brot und Brötchen. Wirklich! Aber beides hat einfach verteufelt viele Kalorien und mit 2 handelsüblichen Brötchen hat mal locker 300 kcal weg. Ohne Belag!!!!

Allerdings kommt man hier schnell an die Grenzen der rein praktischen Überlegungen, sich ein Lebensmittel einfach der Kalorien halber zu sparen. Wir begeben uns jetzt in den Bereich der „verarbeiteten Lebensmittel“ und hier fänngt es an, wirklich interessant, aber auch verwirrend zu werden… Je mehr man sich mit der Materie befasst, um so mehr wird man zu dem Thema finden und sich selbst seine Meinung bilden.

Kalorien zu sparen, indem man weniger davon isst, ist bei Bäckerei-Produkten nur ein Grund, sich einzuschränken… Denn es geht um Mehl… in der Regel um Weizenmehl, in jedem Falle aber um ein „Lebensmittel“, das der Gesundheit nicht besonders zuträglich ist, da es durch industrielle Prozesse und Züchtungstechnologien  stark verändert wurde und den Körper und das Wohlbefinden negativ beeinflussen kann… Das Problem ist, heutzutage ist in fast allem in irgendeiner Form Weizen enthalten und man muss schon ein kleiner Fuchs sein, wenn man es gänzlich vermeiden will oder gar muss. Das ganze Thema Weizen und Mehl ist sicher einen eigenen Post wert, vielleicht mach ich so einen sogar mal 😉

Meine Entscheidung:

Ich versuche, Brot aus 100% Roggenmehl zu kaufen, kein Fabrik-Brot, sondern lieber „Bäckerbrot“ und dann am liebsten von einem Bäcker, der mir ermöglicht, die Zusammensetzung seiner Erzeugnisse irgendwo nachzulesen. Der nächste Schritt wäre, mein eigenes Brot zu backen, hierzu konnte ich mich bisher noch nicht durchringen, aber wer weiss, vielleicht kommt das noch. Brötchen, Ciabatta oder Pide gibt es ab und an als Ausnahme z.B. im Restaurant, aber auf keinen Fall mehr täglich, sondern als Ausnahme.

Als kleinen Trick habe ich auch immer noch solches „Luftbrot“ zu Hause… Knäcke, Finncrisp, Filinchen oder Leicht & Cross, damit kann man sich mal über Wasser halten, der Vorteil ist, die Dinger haben pro Scheibe nur 25-40 kcal, so dass man sich „Menge“ und „Vielfalt“ vorgaukeln kann, indem man mit verschiedenen Belägen einen „Stullenteller“ zaubert. Macht aber nicht wirklich satt, so dass es eher in den Bereich „Psychokrücke“ gehört.

Sättigungsbeilagen:

Sobald man immer weniger Kalorien pro Tag zur Verfügung hat, stellt sich in der Regel ein Problem: Sättigungsbeilagen sind lecker, kosten aber einen Haufen Kalorien… Wir haben das alle anscheinend so drin, dass auf einen vollständigen Teller auf jeden Fall Kartoffeln, Reis, Nudeln, Pommes, Knödel… und/oder Brot gehören… In vielen Kantinen ist es Gang und Gäbe, die Beilage aus der ganz grossen Kelle auf den Teller geklatscht zu bekommen… da häufen sich dann plötzlich hunderte von Kalorien vor einem auf und es ist noch nicht einmal Soße und Fleisch auf dem Teller… Wenn ich überlege, dass ich früher öfter eine komplette Packung Miracoli innerhalb einer Mahlzeit alleine verdrückt habe, dann wundert mich heute nichts mehr…

Ich mag das alles auch super gerne, aber sobald man sich bewußt macht, wie viele Kalorien alleine in 100g Nudeln enthalten sind, fängt man an, zu überlegen, ob man das so möchte. Wenn ja, muss man dafür sorgen, dass man genug Kalorien im Budget hat, um sich das zu gönnen.

Meine Entscheidung:

Ich esse kaum noch Sättigungsbeilagen (abgesehen von Brot, Erklärung dazu im eigenen Abschnitt). So einfach. Bei mir gibt es eh selten Gerichte nach der altbekannten 3-Komponenten-Bauweise „Stück Fleisch/Fisch – Sättigungsbeilage – Gemüse“, sondern meine Hauptgerichte sind eher scharf gewürzte orientalische Schmortöpfe oder Gulaschs mit viel Fleisch und Gemüse mal mit mal ohne Tomatensosse. Zu denen benötige ich einfach keine weiteren Kohlenhydrate, weil sie auch so schon wunderbar satt und glücklich machen. Kartoffeln verwende ich regelmässig, allerdings nicht als Beilage, sondern als Gemüsekomponente, also in geringeren Mengen und nicht als Hauptbestandteil einer Mahlzeit. Gebratenes Fleisch am Stück wandert bei mir eher auf oder in den Salat, von dem ich dann entsprechend auch viel mehr essen kann, als wenn ich zusätzlich noch eine kohlenhydratreiche Beilage auf dem Teller hätte.

Kuchen/Süssigkeiten/Eis:

Meine Achillesferse… Das sind die Dinge, die mir am meisten fehlen und die man eigentlich soweit es geht vermeiden sollte, solnge man noch abnimmt und deren Konsum sich auch später, nach Erreichen des Zieles – leider in Grenzen halten wird müssen…

Meine Entscheidung:

Am besten gar nicht erst kaufen. Kämpfen, stark sein, nein sagen… Klappt mal mehr mal weniger gut, aber meistens doch besser als befürchtet. Kuchen und Kekse haben zusätzlich zu den oben beschriebenen Brot nun auch noch jede Menge Kristallzucker in sich (zum Zucker allgemein schreib ich auch einen Extrapunkt) und machen die Leckerei somit noch ungesünder… Ich durchforste das Netz nach gesünderen Alternativen und Rezepten und bin auch schon mehr als einmal fündig geworden, so dass es in meinem Speiseplan heute Dinge wie veganes Eis aus Bananen und Erdnussbutter, Brownies aus Datteln, Nüssen, Kakao und Hafer-Kekse ohne Weizenmehl und Zucker gibt.

Auch hier: Ab und an gönne ich mir inzwischen auch handelsübliche Süssigkeiten wieder, aber im ersten Jahr der Abnahme habe ich fast komplett drauf verzichtet. Meine Lebensretter damals waren der schon weiter oben erwähnte „Optiwell“-Schokopudding, Corny-Free-Riegel und eine Notfall-Tafel Lindt Edelbitter 99% im Kühlschrank. Oft stand ich im Supermarkt oder beim Bäcker und hatte mir eigentlich mental schon ein „goodie“ zugestanden, bin aber fast immer ohne irgendwas zu kaufen wieder raus gegangen. Der „Trick“ war: Vor dem Kauf in mfp den Kaloriengehalt checken und dann entscheiden, ob das kleine Stück Kuchen (oder was auch immer) diesen Kalorieneinsatz gerade wert ist… war es meist bei mir dann nicht – die Erwartungen an so ein Cheatmeal sind bei mir so unglaublich hoch, weil es ja so selten ist, dass es sowas gibt, dass es dann aber auch übergeil schmecken muss…

Was ich ganz schwierig finde, sind geöffnete Nutellagläser oder Schokoladentafeln, allgemein Süssigkeiten, die zu Hause anfallen, wenn man nicht allein lebt und der Partner nicht auf seine Süssigkeiten verzichten will (und auch nicht muss, denn es ist ja meine Reise und nicht seine) . Eine richtige Lösung habe ich dazu leider auch nicht anzubieten, ausser die Sachen wegsperren lassen und Selbstdisziplin. Aber wenn die versagt, geht auch schon mal der Löffel direkt ins Nutellaglass… Muss dann halt wieder abgearbeitet werden, hilft ja nüscht 😉

Lightprodukte:

Ich selber habe anfangs noch ganz viel Lightprodukte gekauft, um Kalorien zu sparen. Bis auf ein paar Ausnahmen habe ich den Kauf aber meist bereut und irgendwann eingestellt, da Lightprodukte in der Regel fettreduziert sind und der fehlende Geschmack dann versucht wird, mittels Süßstoffen und künstlichen Aromen zu kompensieren… klappt aber meist nicht, so dass man eigentlich direkt beim Essen bereut… Ich bin nicht generell gegen Lightprodukte, einige finde ich ganz akzeptabel (z.B. Schafkäse, der eh mit Kräutern eingelegt wird oder Mozzarella, der eh nach nix schmeckt, sich aber im Salat gut macht. Oder auch der berühmte Optiwell-Schokoladenpudding, den ich besonders am Anfang meiner Reise oft als einzige Süssigkeit für ganz harte Fälle zu Hause gebunkert habe.)

Meine Entscheidung:

Seltener, dafür dann aber das „Original“-Produkt mit vollem Fettanteil kaufen. Falls möglich in der kleinstmöglichen Verpackungseinheit, so daß nicht ganze Trümmer von Kalorienbomben im Kühlschrank rumliegen. Wenn mir ein Lightprodukt schmeckt, kaufe ich es auch ab und an, eben, weil es schmeckt und nicht primär, weil es Kalorien spart. Am Geschmack zu sparen hingegen überlege ich mir lieber dreimal.

Zucker/Süssungsmittel:

Hier bietet die Industrie viele verschiedene „Lösungen“ an, um das süße Geschmackserlebnis zu erhalten, aber ohne die lästigen Kalorien. Die Ergebnisse sind sowohl geschmacksmässig als auch unter gesundheitlichen Aspekten sehr unterschiedlich… Es gibt heute eine Vielzahl an Möglichkeiten, den normalen Haushaltszucker zu ersetzen. Als da wären z.B. (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

  • Stevia
  • Süsßtoff mit Stevia
  • Süßstoff ohne Stevia
  • Maltit
  • Fructose
  • Xylit (Birkenzucker)
  • Rohrzucker
  • Roh-Rohrzucker
  • Sukrin
  • Agavendicksaft/Agavensirup
  • Ahorn- oder Maple Sirup
  • Apfel- bzw. Birnendicksaft
  • Reissirup
  • Kokosblütenzucker

Wenn ich nachdenke, fallen mir bestimmt noch weitere ein, aber man sieht, die Liste ist lang, die Begriffe verwirrend, hier ist ganz klar einer der Ansatzpunkte, an denen man ansetzen muss um mehr über seine Ernährung und die Wirkung der Nahrung auf unseren Körper zu lernen.

Meine Entscheidung:

Ich habe und verwende keinen handelsüblichen weißen Zucker mehr. Es gibt im Haus eine Schachtel mit Würfelzucker für den Kaffee des Ingenieurs und alles andere, was bei uns süß gemacht werden soll, stammt von anderen süßen Quellen. Vieles davon kaufe ich im Reformhaus oder Bioladen und versuche so, auf Qualität zu achten und generell auch sparsam damit umzugehen. Bestimmte Zuckeraustauschstoffe (z.B. Maltitsirup in „zuckerfreien“ Gummibärchen) lösten bei mir erst gar nichts, aber in letzter Zeit heftige Verdauungsbeschwerden aus, so dass ich die Dinger leider auch nicht mehr essen kann.

Sukrin ist teuer aber ich leiste es mir, da es keine Kalorien hat und nicht als „Süßstoff“ also künstliches Süssungsmitel gilt. Xylit (oder auch Xucker) ist Birkenzucker, ein natürliches Süßungsmittel, wahrscheinlich gesünder als Sukrin, aber es hat auch immer noch 240 kcal auf 100g und einen leicht merkwürdigen Geschmack, so dass ich hier lieber zu Sukrin greife.

Dicksäfte, Sirups, all diese wunderbaren Dinge nutze ich gern, wenn ich beim Backen experimentiere.

Stevia hab ich da (sowohl den „echten“ als auch den versetzten von Canderel – also künstlicher Süßstoff mit etwas Stevia versetzt, um ihm den Anstrich von „gesund“ zu verleihen- so richtig traue ich mich an das echte Stevia nicht ran, weil das Zeug ja SEHR süss sein soll und dazu noch einen bitteren Nachgeschmack haben soll… Ich halte euch auf dem Laufenden) Das Canderel-Zeug versauert irgendwo im Schrank, seit ich mit den natürlichen Süßmachern experimentiere.

Ansonsten habe ich als „richtigen“ Zucker immer noch Roh-Rohrzucker da, wobei ich hier einfach drauf achte, gute Qualität zu erwerben (wobei man das ja heute selbst im Reformhaus nicht mehr zu hundert Prozent wissen und sagen kann, aber ich vertrau da einfach drauf, dass ich da nicht beschubst werde)

Getränke:

Viel Trinken ist wichtig, von daher sollte man einen Plan haben, womit man es schafft, am Tag mindestens 2 Liter zu sich zu nehmen. Die beste Wahl ist sicher Wasser und als Heissgetränk Tee. Natürlich ohne Zucker. Kaffee zählen die einen dazu, die anderen ausdrücklich nicht, da Kaffee zusätzlich noch entwässern soll, also den gegenteiligen Effekt hat…  Milch ist zwar flüssig, aber ich zähle sie eigentlich eher zu den Lebensmitteln.

Wer früher viele Softdrinks wie Cola, Fanta, Sprite getrunken hat, meint vielleicht, er macht es jetzt gesünder, wenn er auf Fruchtsäfte und Fruchtsaftgetränke umsteigt – Ein Blick auf die Zutatenliste ernüchtert schnell: zugesetzter Zucker und wenig Fruchtgehalt machen die schönen Säfte zur Zuckerfalle und wenig sinnvollen Alternative.

Smoothies sind beliebt, aber auch hier am besten selbstgemacht und nicht in Massen, denn Fruchtzucker geht ins Budget…

Lightgetränke mag der eine, der andere verteufelt sie, Fakt ist, sie haben keine Kalorien, über mögliche Schädlichkeit möge sich bitte jeder selbst informieren!

Alkohol hat überraschend viele Kalorien, ausserdem hat er bremsende Wirkung auf die Fettverbrennung, so dass ich persönlich froh bin, kein Fan von alkoholischen Getränken zu sein und nur ab und zu mal einen (oder auch mal mehrere) Cocktail oder Mädchenbier trinke, wenns ins Budget passt. Strawberry Daiquiri ist hier ein heisser Tip, der pro Glas nur rund 140 kcal haben soll…

Meine Entscheidung:

Ich mag Wasser, am liebsten aus der Leitung, von daher keine grosse Änderung. Im Sommer, wenn ich etwas mehr Geschmack und Abwechslung haben will, mache ich mir Eistee ohne Zucker und ab und an nutze ich unseren Sodastream und mische mir zuckerfreie Limonade (gibts als Sirup in verschiedenen Sorten von Orange über Zirone, Cola, Waldmeister bis hin zu Kirsche, welcher auch mein Favorit ist. Wenn ich mal ganz wild bin, mische ich auch mal Sirups, Himbeer-Zitrone ist zum Beispiel lecker). Da ich Kohlensäurehaltige Getränke eher ungern mag, ist das ebenso die Ausnahme, wie eine Coke Zero oder Light im Restaurant.

Ansonsten liebe ich auch in heissem Zustand Tee in fast allen Variationen. Sommers wie Winters sei er nun schwarz, rot, weiss oder Roibos (nur mit Grüntee kann ich nicht ganz so viel anfangen, aber vielleicht kommt das noch, Früchtetee war früher auch ein Unding für mich…)

Ausserdem trinke ich Latte Macchiato, Cappuccino und andere Fancy-Coffees in allen erdenklichen Variationen rauf und runter… Das ist auch das einzige, bei dem ich nur bis zu einem gewissen Grad zu Einschränkungen bereit bin.

Ich liebe Starbucks und seine Produkte und auch alle anderen Coffee-Shops, die ordentlich gebrühten Kaffeee mit Milchschaum anbieten… Ich lasse mir grundsätzlich 1,5%ige Milch geben und verzichte auf Sahne als Topping und Bestellungen mit Caramell-Sirup etc. sind die Ausnahme, wenn ich mir mal was Besonderes gönne. Daheim habe ich einen Milchaufschäumer und einen Vollautomaten und einen Riesenfundus an Sirups, Kaffeegewürzen und Toppings verschiedenster Art. Allerdings achte ich hier inzwischen auf Qualität und Inhaltsstoffe. Meine Favoriten sind die Karamellsosse von Biovegan und die verschiedenen Sirups/Saucen von St.Dalfour nehme – hier am liebsten die Schoko-Kaffee oder Schoko-Himbeer Variation.

Ich hoffe, ich kann hiermit die eine oder ander Anregung geben.

Was ich generell auffällig finde, ist, dass man mit zunehmender Beschäftigung mit dem Thema „Abnehmen“ fast zwangsläufig auch zum Thema „Nachhaltigkeit“ und „Achtsamkeit“ gegen sich und seine Umwelt kommt…

Themen, die im ersten Moment nichts mit dem Abnehmen an sich zu tun haben, spielen plötzlich mit rein und so möchte ich hier auf zwei Artikel verweisen, die sozusagen den Kreis schliessen und den den Bogen rund machen.

Einmal einen sehr schönen Text von stonefrog zum Thema Discounter und gesunde Ernährung

und zum anderen

bei Fräulein Fiete ein paar tolle Anregungen, wie man seinen Alltag mit ein paar kleinen Tricks bewusster und nachhaltiger gestalten kann

Wie habt ihr die Umstellung auf „gesund zum Abnehmen“ gestaltet? ich freue mich auf Tips und Tricks!

Am Anfang war der Weg – zum „Walker“ mit drei einfachen Regeln

Glückwunsch, du hast dich entschieden, deinem Speck den Kampf anzusagen!

Es ist unbestreitbar notwendig, dass man sich eine Basis an sportlicher Betätigung schafft, wenn man sich auf den Weg macht, um viel Gewicht zu verlieren.

Wir wissen eigentlich, dass es unumgänglich ist, aber so viele Übergewichtige es gibt, mindestens doppelt so viele Argumente gibt es, eben keinen Sport treiben zu KÖNNEN!

BULLSHIT!!!

Wenn man es einmal auf das Wesentliche runterbricht, bleibt in den meisten Fällen (abgesehen von ärztlich gesicherten Diagnosen, die sportliche Betätigung gänzlich ausschließen) nichts anderes übrig, als

  • Unsicherheit
  • Bequemlichkeit/Faulheit
  • Angst

Natürlich ist jeder Aufbruch zu unbekannten Ufern mit Unsicherheit und Ängsten verbunden, das liegt in der Natur des Menschen, und besonders wir „Dicken“ haben ja nicht umsonst einen „Fettpanzer“, denn wir sind in der Regel sensible Wesen und höchst ungern Ziel von Hohn und Spott.

Dass da der Schritt ins hippe Fitness-Studio (voller Spiegel und schöner, durchtrainierter Menschen, die auch noch genau zu wissen scheinen, was sie da tun), schwerfällt, wird jeder verstehen, der schon einmal in dieser Position war.

Ausserdem sind wir ja auch alles andere als Fit und beweglich und davon abgesehen, dass wir bei jedweder körperlicher Anstrengung scheisse aussehen, sitzen auch die Sportklamotten (so man diese Baumwollsäcke so nennen möchte) nicht so, dass man sie der Öffentlichkeit präsentieren will.

Was also tun?

Wir brauchen eine Art Grundausdauer, die wir uns am besten aneignen, bevor wir quasi in die „Öffentlichkeit“ treten…

Anfangs ist die Auswahl bei den meisten eh sehr beschränkt… Joggen und Körpergewichtsübungen (Calesthenics) – die man alleine und zumindest letztere ja eigentlich bequem zu Hause trainieren könnte – kommen mit großem Übergewicht einfach nicht in Frage, da das hohe Gewicht die Ausführung der Übungen unmöglich macht und auch die Gelenke nicht die stärksten sind, was dann schnell zu Überlastung, Schmerzen, Frustration, Aufgeben führt.

Natürlich sind wir ehrgeizig, motiviert und möchten und auch sehr ungern eingestehen, dass wir völlig aus der Form sind… trotzdem ist es klüger, wenn man mit einer Bewegungsform beginnt, die einen zwar fordert, zum Schwitzen bringt, aber nicht überfordert.

Gehen ist für Übergewichtige eine tolle Aktivität und für jeden untrainierten, der 20kg oder mehr zu viel mit sich rumschleppt auch auf jeden Fall schon eine sportliche Betätigung.

Ich kann mich noch genau erinnern. Es war bitterkalt draußen, irgendwann Ende Januar 2013 und ich hatte mich entschlossen, etwas zu ändern… So hab ich mir dann eines schönen Abends meine Turnschlappen angezogen, meine Themo-Joggingshose mit Baumwollleggins drunter und meinen Fleecepullover mit Kapuze in XXL über ich weiß nicht, wie viele Schichten Baumwolle gezogen. Das ganze garniert mit meinem pinken Pali-Tuch mit Totenköpfen und fertig war ich in meinem ersten Sportoutfit!

Pixie

  • Regel 1: Du machst Sport! Trage Sportkleidung! Auch wenn du „nur“ 20 Minuten stramm um den Block marschierst, es ist DEIN Sport, also kleide dich entsprechend. Es hat eine psychologische Bedeutung. Du grenzt diese Tätigkeit ab, machst sie zu etwas Besonderem, gewöhnst dich daran, Zeit für Sport freizuschaufeln.

Es war glücklicherweise schon dunkel, die „Gefahr“, fitten Menschen, bzw. Menschen überhaupt zu begegnen, war also gering… Ich also raus in die Kälte, ein Hörbuch auf den Ohren und ab dafür… nach ca. 1,5 km war ich so durch, dass ich umkehren musste und als ich nach ca. 30-45 Minuten komplett durchgeschwitzt wieder daheim war, hatte ich insgesamt knapp 3 km zurück gelegt und brauchte dringend eine heisse Dusche, was zu Essen und mein Bett!

Pixie

Regel 2: Hör auf Dich und Deinen Körper, aber sei kein Weichei! Am Anfang muss noch kein Mensch, egal wie rund, komplett verkabelt und mit tausend Fitnessgadgets verbunden auf die Rolle gehen… Das bewusste in sich hineinhören und spüren, wie der Körper auf die ungewohnte Belastung reagiert, ist eine gute Schule und macht das Anfangen einfacher. Mach was du kannst und nicht, was jemand (ein Programm, eine App, sonstwas) meint, dass du können solltest. Du bist Herr über Dich und Deine Leistung, du entscheidest, wann genug ist, aber mach es dir auch nicht zu leicht. Es ist völlig OK, außer Atem zu sein, zu schwitzen, ne rote Birne zu kriegen und auch ein bisschen schwere Beine und der Muskelkater am nächsten und übernächsten Tag sind willkommen.

Nun hast Du also deine erste Trainingseinheit hinter dir und du bist (zu Recht!!!!) stolz wie Oskar, dass du es einmal geschafft hast, dich zum Sport motivieren!

Jetzt sollten zwei Dinge NICHT geschehen:

  • Bitte belohne dich für die erbrachte Leistung NICHTmit einer Pizza!
  • Bitte sorge unbedingt dafür, dass der heutige Erfolg kein einmaliges Erlebnis wird, sondern du das heutige Ergebnis bald möglichst wiederholst und dann sukzesive in den Schatten stellst.

Regel 3: Gewöhne dich daran, regelmäßig mindestens 2-3 mal die Woche eine solche Walking-Tour zu machen und dabei langsam aber stetig die Strecke zu verlängern und den Schritt konstant flott zu halten.

„Krücken“, die dich langfristig motivieren können, weiter zu machen:

  • Ein Schrittzähler (Pedometer) oder eine entsprechende App für das Smartphone kann dir mehr Aufschluss darüber geben, was du geschafft hast, wie viele Kalorien du verbrannt hast und in welchem Maße du dich steigerst.
  • Wenn du es einfacher halten willst, reicht auch erst mal, immer die gleiche Strecke (oder auf einem Sportplatz) zu gehen und mittels der Armbanduhr ermitteln, ob du in der gleichen Zeit eine weitere Strecke gegangen bist. Wenn du dich von Walk zu Walk quasi von Kreuzung zu Kreuzung hangelst oder ähnliche Fixpunkte wählst bekommst du einfach eine subjektive Erfolgskontrolle, ohne dich gleich komplett zu digitalisieren.
  • Stell dir eine fetzige Playlist zusammen, deren Rhythmus zu deinem Tempo passt und lass dich von der Musik tragen. Hierbei gibt es keine Genre-Limits, ich selbst habe von Metal über Alternative , Techno, Dubstep und Rap/Hip-Hop bis hin zu allbekannter Pop-Musik eine lange Liste von sporttauglichen Songs, die sich immer mal wieder erweitert… youtube-surfen ist da sehr überraschend und dankbar.
  • Oder nimm dir spannende Hörbücher vor, die die Zeit im Fluge verfliegen lassen. HÖRE DEIN HÖRBUCH NUR BEIM WALKEN, dann hast du einen Anreiz, bald wieder die Sportschuhe zu schnüren, schliesslich möchtest du ja wissen, wie es weiter geht.

Es mag sein, dass du beim Walken bleibst. Vielleicht hast du aber auch bald Lust auf andere Sportarten, mehr Abwechslung oder vielleicht entdeckst du deine Begeisterung für Nordic Walking… just do it! Möglicherweise bekommst du aber auch nach einiger Zeit  Bock, „mehr“ zu wagen… du willst vom „Walker“ zum „Jogger“ werden… wie das klappt, erzähle ich dann beim nächsten Mal, also…

Stay tuned! 🙂

PS: Natürlich ist flottes Gehen auch später wenn wir schon schlanker und fitter sind immer eine gute Alternative zum Auto- oder Bahnfahren… Seit ich auf meinem Weg bin, mache ich zusätzlich zu all dem Sport, den ich inzwischen für mich entdeckt habe, immer wieder die Erfahrung, dass ich einfach gerne zu Fuss gehe 🙂

Eistee… Wasser 2.0

Eine der ersten Regeln, die wir Abnehmwilligen lernen, ist: Trink genug!

Und wir lernen auch gleich, was wir trinken sollen und was tunlichst nicht!

Wasser! Wasser! und nochmal Wasser! Mindestens 2-3 Liter am Tag.

Nicht, dass ihr mich falsch versteht, Wasser ist lecker aber irgendwann fängt man an, sich ab und an nach etwas mehr Geschmack im Getränk zu sehnen. Was aber tun?

Natürlich gibt es Erfrischungsgetränke, die mit Null Kalorien daherkommen und trotzdem farbenfroh und süss sind. All die Zero- und Lightvarianten der bekannten Softdrinks mögen ab und an eine Alternative sein, aber um davon am Tag 2 Liter runterzubekommen, sind sie mir einfach nicht lecker genug. Zumal ich auch ein gespaltenes Verhältnis zu Kohlensäure aller Art habe, will heissen, ich mag sie nicht!

Ausserdem kann mir bisher auch niemand verlässlich sagen, ob die solchen Limonaden beigefügten Süssstoffe nun gesundheitlich unbedenklich oder mit Vorsicht zu geniesen sind… Natürlich gibt es unendlich viele Studien, aber je nach Auftraggeber und getreu dem Motto „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefäscht hast“ scheinen mir derlei Studien oft nur das zu bestätigen, was dem jeweiligen Auftraggeber gerade nutzt…

Also habe ich für mich beschlossen, die Dosis zugeführter Süssstoffe so klein wie möglich zu halten, ohne mich zu stressen, wenn ich alle Jubeljehre doch mal eine Coke-Zero o.ä. bestelle.

In die selbe Katgorie fallen im Übrigen auch „zuckerfreie“ Sirups, die man im Zusammenhang mit Wassersprudlern wie Sodastream und Wassermaxx nutzen kann. Klar, der eine oder andere Sirup schmeckt sehr lecker und man kann mit ein wenig Phantasie auch die einen oder anderen  Geschmacksrichtungen miteinander mischen, aber letztendlich bleibt es doch nur eine Limo mit Süssstoffen, die einer Cola-Light o.ä. in nichts nachsteht…

Was gibt es noch als Alternative, wenn man nicht immer nur Wasser trinken will, aber Zucker und Süssstoffe vermeiden möchte?

Meine Lösung: Eistee selbst gemacht.

Davon abgesehen, dass es auf dem Markt einige ganz hervorragend schmeckende Produkte gibt, die sogar ein Aufbrühen des Tees überflüssig machen, indem man sie direkt mit kaltem Wasser aufgiessen kann, gibt es auch speziell als Eistee verkaufte Teemischungen, die als loser Tee verkauft werden und ganz ohne Süssstoffe und teilweise sogar ohne Aromastoffe auskommen und ein vielfältiges Geschmackserlebnis bieten.

Meine Favoriten:

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Frio Erdbeer-Orange von Teekanne

  • Früchtetee
  • Mit kaltem Wasser aufzugiessen
  • Teebeutel
  • Mit Stevia-Blättern
  • Sehr süss auch ohne Zugabe von zusätzlichen Süssungsmitteln

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Sonnentee – Eistee aus dem Teeladen (google hilft)

Mehrere Sorten verfügbar zB

Strawberry Sunrise (Früchtetee Erdbeer-Orange)

Bloody Mint (Apfel-Blutorange-Minze)

Pink Mojito (Himbeere)

  • Früchtetee
  • Werden heiss aufgebrüht
  • wenig süss aber geschmackvoll
  • sehr erfrischend
  • loser Tee

 

Saison-Tees von Tee-Gschwendner z.B. Kaluna Limone (zu den Produkten hier entlang)

  • werden heiss aufgebrüht
  • Roibos- und Schwarzteevarianten
  • wenig süss
  • erfrischend
  • loser Tee

Ich hab mir extra eine fancy Eisteekaraffe aus Glas gekauft, die einen langen Teefilter hat und nach dem Aufbrühen/Ziehen mit einem Deckel verschliessbar ist und problemlos in der Kühlschranktür seinen Platz findet, aber es tut natürlich auch jede existierende Teekanne und es gibt auch preisgünstige Eisteekaraffen aus Plastik, die voll und ganz ihren Zweck erfüllen.

Mir reichen die leckeren Eistees ohne zusätzlich nachsüssen zu müssen, aber wer partout nachsüssen möchte, kann dies natürlich kalorienarm mit allen bekannten Süssungsmitteln tun.

 

 

 

Dinge, die die Welt (beim Abnehmen) nicht braucht – und welche doch!

Fitnesstracker, Pulsuhren, Eiweiss-Shakes, Diät-Pillen und Waagen, die Dir (und der Welt, wenn du nicht auf Deine Datenschutzeinstellungen achtest) bis hin zu Deiner Stuhlqualität alles über dich sagen können…

Die Werbung weiss ganz genau, was Du alles brauchst, um Dein Ziel zu erreichen und für immer im Tal der Glückseeligen Einzug zu halten…

Die Werbung LÜGT!!!!!

Ein paar Dinge sollte man wirklich haben/anschaffen, wenn man es ernst meint, mit dem gesünderen Essen und der Bewegung. Aber keinesfalls sind es Dinge, für die man seine Seele verkaufen muss… oder einen Grossteil seines Vermögens opfern. Manches gibt es sogar kostenlos und dabei völlig legal…

Vieles andere kann man zum Einstieg und für die Erhaschung der Grundidee erstmal kostenlos im Internet nachlesen und manches sogar auch auf den gängigen Portalen anschauen, bevor man z.B. für eine Vollversion einer Trainings-DVD den vollen Preis bezahlt.

Hier meine ultimative Liste der Dinge, die man sich meiner Meinung nach wirklich anschaffen sollte, wenn man durchstartet:

1. Ein Paar gute=gut passende=gut aussehende=gut stabilisierende Laufschuhe

Egal, ob Du schon joggen kannst, es überhaupt willst, oder eher von der gehenden oder tanzenden Fraktion bist. Ein Paar robuste, gut passender Laufschuhe sind ein Muss für den gesunden Fuss und Körper. Zudem hat das Schnüren der Trainingsschuhe einen ungeheuren psychologischen Effekt, auch wenn man „nur“ 20 Minuten um den Block marschiert. („Ich mache jetzt Sport! Stört mich nicht! Das ist MEINE Zeit und nichts und niemand kann mich davon abhalten. Sobald ich die Dinger wieder ausgezogen habe, bin ich dann wieder ansprechbar für alle Probleme dieser Welt!“)

Die Schuhe müssen nicht aus der obersten Preisklasse stammen, meine waren damals aus der Vorjahressaison und ich habe 59€ dafür bezahlt. Auch nach anderthalb Jahren gehe ich damit mehrmals wöchentlich joggen und hatte nie Beschwerden, so dass ich davon ausgehe, sie noch eine Weile nutzen zu können.

Lasst euch beraten, aber lasst euch auch nichts aufschwatzen!

Für Schwergewichte halte ich Laufschuhe die unter dem Label „Stabilisierend“ verkauft werden, für eine gute Wahl, denn das ganze Gewicht möchte ja schliesslich nicht völlig unabgefedert auf unsere Gelenke knallen.

Zieht die Schuhe an, lauft in ihnen herum, schaut, dass ihr Socken tragt, wie ihr sie auch beim Sport tragen werdet und verlasst euch auch auf euer Gefühl.

Sie sollten euch übrigens auch optisch gefallen, denn ich habe die Efahrung gemacht, dass ich mich bei Schuhen, die ich hässlich finde, weniger motivieren kann, sie auch wirklich anzuziehen… Wenn Du Deine Laufschuhe liebst, willst du sie auch ausführen!

2. (For the Ladies) Zwei wirklich gute=gut passende Sport-BHs

Reicht nicht einer? Wenn ihr es wirklich durchzieht, werdet ihr dankbar sein, wenn ihr zwei habt, von denen einer kontinuierlich in der Wäsche ist, während ihr den anderen schon wieder vollschwitzt.

Besonders mit grossen Cups und grossen Unterbrustweiten sind Sport-BHs nicht billig, das weiss ich. 70€ für ein halbwegs akzeptables Exemplar sind keine Seltenheit und wenn ihr Pech habt, könnt ihr nach 3, 5 oder 8 Monaten schon wieder losziehen und die nächstkleinere Grösse kaufen…

Zu diesem Thema plane ich noch einen Beitrag mit meinen eigenen Erfahrungen mit den verschiedenen Modellen auf dem Markt.

Nichts desto trotz: Geht in ein Fachgeschäft oder in die Fachabteilung eines Kaufhauses (unglaublich, aber bisher habe ich in jedem Kaufhof, in dem ich war, immer eine fachkundige Beratung in der Miederwarenabteilung bekommen, die scheinen da noch echt von der alten Schule sein…)

Ihr werdet bald merken, dass sich viele Dinge mit einem festen BH einfach besser, einfacher und vor Allem schmerz- und irritationsfrei durchführen lassen. Sei es die Zumba-Stunde, das Walken (später vielleicht sogar Joggen) und auch Workouts, wie der berühmte 30-Day-Shred waren und sind für mich ohne einen vernünftigen Sport-BH völlig undenkbar.

3. Personenwaage

Ja, ich finde, eine Waage sollte man beim Abnehmen schon sein Eigen nennen. Was ich allerdings nicht meine, ist, dass es gleich ein computertechnisches Meisterwerk sein muss… Körperfett, Daten und Profile einspeichern, W-LAN, Synchronisation mit Apps und Anwendungen… weiss der Geier, was nicht noch alles… Kinkerlitzchen!!!!

Eine einfache Digitalwaage, auf die man sich draufstellt und die einem dann sein Gewicht anzeigt gibts bei Rossmann schon um die 12€…

Habe meine jetzt schon ca 4 Jahre und habe seit dem genau einmal die Batterien wechseln müssen. Ich steige drauf, sie zeigt mir mein Gewicht und fertig. Wenn ich dann gleich danach wieder draufsteige, zeigt sie mir wieder das gleiche Gewicht und wenn ich das dann noch fünfmal wiederhole, zeigt sie mir immer noch das gleiche Gewicht. Das reicht für mich, um dem Ding soweit zu vertrauen, dass sie mir zumindest immer den richtigen Trend angibt und ich ein Mindestmass an Kontrolle habe.

4. Massband

Gibts in jeder Kurzwarenabteilung für schätzungsweise 99 Cent und wenn der Bauchumfang nicht grösser als 100 cm ist, reicht so ein Ding völlig aus.

Natürlich gibt es auch spezielle Massbänder, die uns mittels Farbcode warnen, dass wir zu dick sind und auch den den BMI anzeigen können. Wem das knapp 10€ wert ist, der mag einmal Amazon mit den naheliegenden Schlagworten konsultieren…

Regelmässig Mass nehmen bringt manchmal ganz unerwartete Erfolgserlebnisse, auch wenn die Waage mal keine Fortschritte dokumentieren mag. Von daher nicht zu unterschätzen zur Kontrolle und Motivation.

5. Küchenwaage

Sollte man nicht nur zum Kuchenbacken besitzen, sondern auch täglich nutzen, um Lebensmittel abzuwiegen.

Besonders solche mit hoher Energiedichte und Kaloriengehalt wie Nüsse, Brot, Müsli, Kartoffeln, Nudeln, Schokolade… sollten nicht ungewogen auf euren Teller, bzw. in euren Mund wandern.

Auch hier muss es nicht gleich der Rolls Royce unter den Küchenweagen sein, ein einfaches Modell für 10-15€ tut es allemal. Eine Tara-Taste sollte sie haben, denn Schüsseln und Teller sind oftmals überraschend schwer, aber ich glaub, keine heutzutage erwerbbare-Küchenwaage kommt heute ohne Tara-Funktion…

6. Küchenmaschine

Wir bleiben in der Küche… In dem Moment, in dem man aufhört, industriell vorgefertigte Speisen zu verzehren und beginnt, viel selbst zu machen, macht man schnell Bekanntschaft mit Rezepten, die von einem verlangen, dass man Nüsse, Früchte, Gemüse oder was auch immer, schnell und fein zerkleinert, stiftelt, schreddert, vermatscht…

Da kommt ein handelsüblicher Zauberstab oder Mixer der unteren und mittleren Preiskategorie schnell an seine Grenzen… Mein Horrorerlebnis waren 200g Datteln für meine No-Bake-Brownies, die den alten Mixer meiner Freundin Anja nicht nur zum Rauchen, sondern ganz übel zum Stinken gebracht haben…

Aber es muss nun auch nicht gleich das Luxusmodell sein, ein Modell der mittleren Preisklasse reicht völlig. Wenn man noch keinen hat, gerne ein Kombimodell mit Saft-Mixeraufsatz, denn irgendwann kommt man anscheinend zwangsläuftig auf den Trichter mit den Smoothies und den selbst gemixten Shakes aus Magerquark und einer Million leckerer Zutaten anstelle von gekauften Proteinshakes…

7. Kalorienzähl-App

Im Zeitalter der Smartphones eine praktische Angelegenheit und zudem in vielen Fällen auch noch kostenlos. Über MFP werde ich noch gesondert berichten, da es mir sehr am Herzen liegt, aber der Fairness halber sei natürlich gesagt, dass es natürlich noch andere Plattformen gibt, die man zum Tracken der Nahrung und der Bewegung nutzen kann.

8. Schrittzähler-App

Auch diese gibt es fürs Smartphone in verschiedenen Variationen kostenlos auf allen verfügbaren Systememen, so dass eine Anschaffung eines Pedometers oder eines teuren Fitnesstrackers, geschweige denn einer Pulsuhr mit Brustgurt etc. für Menschen, die zwar übergewichtig, aber ansonsten gesund sind, meiner Meinung am Beginn der Reise einfach unnötg sind.

Mein Favorit in dieser Kategorie ist das funktionale und wunderschöne Moves welches ich bis zur Anschaffung meines Fitbits täglich mit grosser Begeisterung benutzt habe.

9. Motivations-Playlist

Noch etwas, das nichts kostet aber Gold wert ist! Nehmt euch die Zeit und tragt Lieder zusammen, die euch auf Touren bringen. Surft durch youtube, lasst euch treiben oder durchforstet eure Alben, bis ihr mindestens 20 Lieder beisammen habt, die euch so richtig in Wallung bringen. Viele der Lieder, die damals noch auf meiner ersten Playlist waren, habe ich auch heute beim Sport noch täglich im Ohr und sie pushen mich immer noch so, wie zu meinen ersten Gehversuchen (im wahrsten Sinne des Wortes).

Was es ist, liegt völlig bei euch, experimentiert, schmeisst wieder runter, was in der Praxis nicht die erhoffte Wirkung habt, sucht weiter, bis es passt…

Und wenn ihr feststellt, dass ihr keine Musik beim Sport mögt, dann vergesst diesen Tip, denn wichtig ist einfach nur, was euch hilft, besser zu werden… jeden Tag ein Stück!

 

So, jetzt habt ihr alles beisammen, was ihr braucht, um erfolgreich die ersten Schritte auf eurer Reise zu tun. Viele Dinge, werden auf diesem Weg dazukommen und auch Reisegefährten (die super wichtig sind, die ich jetzt aber aus dieser „Sachenliste“ bewusst rausgelassen habe) werden sich einfinden und das ist alles auch gut und richtig so, wenn man merkt, dass man vielleicht doch mehr technischen Support benötigt, um wie gewünscht Fortschritte zu machen. Nicht jeder kann wie „Rocky“ im vierten Teil trainieren, manch einer braucht halt die „Drago-Variante“, um weiterzukommen…

das gilt es mit der Zeit herauszufinden, aber starten kann man wunderbar auch erstmal mit der Grundausstattung. Denn bis man verstanden hat, was dieser neue Computer am Handgelenk von einem genau will und was er alles kann, ist man bestimmt schon dreimal um den See gelaufen… 🙂

 

 

Girl-Talk: Boobie-Problems… warum ist mir das nicht schon früher eingefallen?!?!

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Nicht nur ich hab mich (fast) halbiert. Auch meine Oberweite hat sich der Transformation angeschlossen und so bin ich von einer monströsen 95 G-H zu einer angenehmen 75 E geworden… Die Probleme beim BH-Kaufen haben sich somit zwar nicht erledigt, sondern lediglich verlagert, aber das soll gar nicht das eigentliche Thema hier sein…

Vielmehr wollte ich von einer simplen, preisgünstigen und trotzdem so genialen Lösung eines Problems berichten, die mich heute spontan beim Bummeln überfallen hat und die wirklich so einfach ist, dass ich mich frage, warum ich erst jetzt drauf gekommen bin.

Das Problem liegt darin, dass die schmelzenden Fettmassen der Brust bei mir seitlich am Körper, direkt unter der Achsel wirklich hässliche Hautlwülste hinterlassen haben, die man auch mit guten BHs und Shaping-Hemdchen nicht wegschmuggeln kann.

Aus diesem Grund sind Ringerhemdchen und Tank-Tops sowie Spaghettiträger und ärmellose Sommerkleider ohne Unterzieh-T-Shirt bisher bei mir tabu gewesen… diese Wülste stören mich in der Tat mehr, als der Bauch. Der hängt zwar auch, aber da ist ja Textil drüber und sieht deshalb nicht so schlimm aus.

Heute nun mitten im C&A die Erleuchtung: Warum nicht einfach mal so ein schlauchelastisches Bandeau-Top versuchen, wie es die jungen Dinger unter ihren XXL-ärmellosen-Flatter-Tops ziehen?!?!?!?

 

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Habe dann zwei Stück „onesize“ im Set für 5€ mit nach Hause genommen. Ein glatt schwarzes und ein schwarzes mit Glitzersteinchen.

Und siehe da: sitzt, passt, rutscht nicht, Wabbel weg, Problem gelöst! 🙂

Natürlich/leider kann ich das Ding nicht einfach so drunterziehen, sondern quasi nur als „Blende/Sichtschutz“ über BH und Hemdchen streifen, aber was tut frau nicht alles, für die Schönheit…

 

 

 

Get the Party started… oder: Mut zur Lücke!

Es mag ein bisschen widersprüchlich zu meinem gestrigen Post über Ziele klingen, aber ich bin ein ganz grosser Freund von Bauchentscheidungen und Dingen, die man im Allgemeinen unter „Learning by Doing“ oder auch „Trial and Error“ kennt.

Nichts spricht dagegen, sich SMARTe Ziele zu formulieren, zu verfolgen und diese auch im Verlauf regelmässig zu überprüfen… (sonst hätte ich es nicht empfohlen) Nur das Definieren und Planen der genauen Vorgehensweise bis ins keinste Detail verbraucht bei vielen eigentlich motivierten Personen so viel Zeit und Energie, dass nach Fertigstellung der Planung die ursprüngliche, freudige Erregung über die getroffene Entscheidung „jetzt krempel ich mein Leben um!“ völlig verpufft ist.

Der Entschluss ist gefasst und man weiss eigentlich noch gar nicht genau, was einen in den nächsten Wochen, Monaten, (oder nicht auszudenken) Jahren erwarten wird. Man will abnehmen, sich gesünder ernähren und ausserdem aktiver durchs Leben gehen. Gerne passiert das (wie auch bei mir) so um den Jahreswechsel herum, wo man ja quasi schon „genötigt“ wird, Neujahrsvorsätze zu fassen.

Erfolg hat drei Buchstaben: TUN

Johann Wolfgang von Goethe

Das Beste, was man nun tun kann, während man noch die ersten Pläne schmiedet:

Einfach schon mal die eingestaubten Turnschuhe anziehen und nach Feierabend 2-3 mal die Woche noch eine Stunde lang mit festen Schritt durch die Nachbarschaft gehen. Hört sich nicht besonders sportlich an? Mit 100 Kilo IST DAS SPORTLICH!!! Auch die Rolltreppen und Fahrstühle, die uns überall das Leben leichter machen wollen, kann man ab sofort links liegen lassen und so wertvolle Schritte sammeln, die den Körper in Wallung bringen und zusätzlich Kalorien verbrennen. Oder wie wäre es, den Wagen etwas weiter von der Haustür entfernt zu parken oder eine Station früher aus dem Bus/der Bahn/der Tram zu steigen?

Das selbe gilt für die ersten Veränderungen in Sachen Ernährung. Ein bisschen was wissen wir „Dicken“ ja alle über gesunde Ernährung und auch wenn man nach und nach immer mal wieder mit Erstaunen ein nur vordergründig gesundes Lebensmittel vom Speiseplan streichen wird, wäre es doch fatal, warten zu wollen, bis man alles gelernt hat, was man wissen muss, bevor man überhaupt etwas tut…  Es ist zumindest ein Anfang, wenn man beginnt, einfach mehr Obst und Gemüse zu sich zu nehmen, Fastfood und Fertiggerichte zu meiden und auf Süssigkeiten und/oder Softdrinks verzichtet oder aufhört, sich morgens beim Bäcker die fertigen Brötchen plus Kuchen fürs Büro zu kaufen, sondern sich seine Stullen wieder selbst schmiert.

Auch wenn man seine Ziele nach und nach einem Feintuning unterzieht, so gibt es doch keinen grösseren Fehler, als gar nichts zu tun und immer darauf zu warten, dass der Plan perfekt ist, denn er wird niemals perfekt sein, so wie wir nie perfekt sein werden.

Ich wette, mit diesen wenigen, kleinen Änderungen werden bereits die ersten Pfunde purzeln und man wird sich beschwingt und motiviert fühlen, mehr zu erfahren, zu lernen, zu lesen, zu tun, um weitere Fortschritte zu machen und mit der Zeit sogar bewusster steuern zu können was man warum dem Körper zuführt bzw. von ihm verlangt, um seine nun wirklich SMARTen Ziele zu erreichen