Nachruf auf ein paar alte Laufschuhe und Hooray für die „Neuen“

Fast 2 Jahre bin ich mit meinen „alten“ auf der Strecke gewesen… erst noch schwer, rund und behäbig später dann wieselflink (haha) und unermüdlich und selbst durch London haben mich die braven Jungs eine Woche lang auch jenseits der Laufstrecke schmerz- und ermüdungsfrei getragen…

Damals war es Liebe auf den ersten Blick und ich habe es nie bereut, mich genau für diese Schuhe entschieden habe, die anscheinend noch nicht einmal einen eigenen Namen haben, sondern nur als „Adidas Gore-Tex“ mit einer Artikelnummer zu finden sind…

Im Nachhinein gehört schon ne Menge Mut (oder auch mehr Glück als Verstand) dazu, mit knapp 100kg Lebendgewicht in einen Sport-Vosswinkel zu gehen und sich einfach ein paar Laufschuhe zu kaufen… stabil sollten sie sein, nicht so leicht dreckig werden und mir einen gewissen Halt und Stabilität geben…

Zuerst wollte ich ja eh nur walken… hätten demnach auch ein paar Walking-Schuhe sein können. Aber seien wir mal ehrlich… was da auf dem Markt ist, ist doch Footwear für hässliche, alte, langweilige Leute und nicht für uns!!!!! Zumal ja braun in meinen Augen eher ne Geisteshaltung als ne Farbe ist…

Also einigte ich mich mit mir auf Schwarz/grau/bordeaux als akzeptable Farbkombo und daß ich zusätzlich zu toller Passform, angenehmem Design und federleichtem Tragegefühl (ja auch Trail-Shoes können einem ein solches vermitteln, nicht nur ultraleichte „Gutwetter-Jogger“) auch noch ein Schnäppchen machte, freute die dicke Schnäppchentante 🙂

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Die armen Jungs wurden ab da dann auch gnadenlos hart rangenommen… bei Wind und Wetter wollte das fette Mädchen nun mit ihnen an die frische Luft und war es zuerst noch selten, kurz, langsam und schwer, wurde es mit der zeit immer öfter, länger und flinker, aber mit der Zeit auch erheblich leichter… Das alles haben die beiden wirklich klaglos und zuverlässig mitgemacht, sogar die Farbdusche beim Color-Run und einen (offiziell gar nicht statthaften) Ausflug auf den Tennisplatz haben sie mir verziehen und mich immer unterstützt.

Gemeinsam haben wir Meilensteine erreicht und hinter uns gelassen und immer neue Ziele „erlaufen“…

Hierfür kann ich gar nicht genug „DANKE!“ sagen, denn es ist beileibe nicht selbstverständlich, daß ein paar Laufschuhe – eigentlich aus einer Laune heraus gekauft – solch einen langen und vor Allem schmerzfreien Dienst leisten… Ich hätte Knieprobleme bekommen können, Rückenschmerzen, Mittelfußprobleme oder wenigstens Blasen… Nichts dergleichen ist geschehen!

Nichtmal, daß ich den linken der Jungs zwischenzeitlich bezichtigt habe, dem Teufel Obdach zu geben, konnte sie gegen mich aufbringen… sie haben treu und stetig ihre Aufgabe gemeistert…

Doch nun schicke ich sie in ihre wohlverdiente Laufschuh-Rente… am letzten Wochenende habe ich es getan… mir die Nachfolger meiner beiden Jungs geholt… Und wollt ihr raten? Natürlich!

Ich bin wieder mit der gleichen Strategie gefahren, die mir schon einmal so gute Dienste geleistet hat: Rein in den Laden, nach stabilen, wasserabweisenden, dunklen Laufschuhen Ausguck halten und wenn eines sitzt, mir ein gutes Gefühl gibt und optisch zumindest halbwegs ansprechend ist – ZUSCHLAGEN!!!!

Es sind zufällig wieder Adidas geworden… es hätten auch Asics oder Brooks werden können, aber ich verfahre nun auch mal gern nach dem Motto: „Never change a running system“ (Wortspiel! Brüller!!!!!)

Seit Samstag besitze ich nun die „adidas Response Trail 21 GTX W“ und am Sonntag habe ich sie dann auch gleich einer harten Probe unterzogen: Ich habe sie bei strömendem Regen auf schmelzenden Schneematsch-Erdboden gejagt…

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Das Profil der Sohle ist ausgeprägter, als bei den alten. Die Passform komfortabel, man fühlt sich sehr sicher bei jedem Tritt, auch wenn es mal rutschig wird… Mir ist dieses Gefühl sehr wichtig, da ich oft in der Dämmerung/Dunkelheit auf leicht unebenen Wegen unterwegs bin. Der unabsichtliche Tritt in eine etwas tiefere Pfütze verursachte kurzzeitig ein Kältegfühl, der Fuß war aber beim Ausziehen der Schuhe nach dem Lauf (abgesehen vom normalen Schweiß) nicht naß geworden… sehr gut… funzt!!!! 🙂

Alles in Allem finde ich übrigens neben der guten Paßform und der Funktionalität, daß ich mich auch optisch verbessert habe… Meine Mädels (ja, es sind Mädels!!!! Sozusagen die schwarzen Prinzessinnen unter den Laufschuhen… *debil grins*) sehen in ihrem schwarz/pinken Design richtig gut aus und passen zu mir.

Mit den beiden werd ich dann also auch den Halbmarathon dieses Jahr meistern… ich sach mal: LÄUFT!!!! 😉

PS: Was mir allerdings noch auf der Seele brennt: Was mach ich nun mit den beiden Rentnern???

Wegschmeißen?

Gold ansprühen und ne Collage draus machen?

Momentan spiele ich mit dem Gedanken, sie als „Notfall-Schuhe“ bei meinen Eltern zu deponieren, damit ich nicht immer das komplette Equipment von A nach B und zurück schleppen muß… Oder hat jemand noch ne andere Idee, was man mit zwei altgedienten Veteranen dieser Art machen kann?

Ach ja… PS: Weil ich es so mache, also ohne Beratung und Analyse losziehe und mir Laufschuhe „mal so eben“kaufen gehe, heißt natürlich nicht, daß es auch für Dich, Dich und Dich da draußen die richtige Methode ist, um dieses so wichtige Schuhwerk auszuwählen… Es gibt richtig gute Laufläden, wo dem Anfänger und dem dem Profi eine tolle, fachkundige Beratung zuteil werden kann und ich bin auch sicher, viele Verkäufer tun wirklich ihr Bestes, um ihren Kunden den für ihre Bedürfnisse besten Trainingsschuh herauszufinden und nicht nur das teuerste Modell loszuwerden. Von daher bin ich keinesfalls contra Laufanalyse oder so. Es ist nur irgendwie nicht mein Ding (so lange es auch anders geht)

Was ich allerdings doof finde, sind Leute, die sich 2 Stunden im gut ausgebildeten, fachkundigen Einzelhandel kostenlos beraten und analysieren lassen und dann nach Hause gehen und im Internetdiscount die Empfehlung des Einzelhändlers bestellen, um dort 10€ zu sparen…

Piraten im Gym oder: No Bandana – No Workout

Beim Sport gibts mich nicht ohne meine Piratenkopfbedeckung… Bandanas in jeder Menge Farben (na gut, ich gebs zu, meist sind sie eher schwarz-bunt, aber das kennt man ja von mir nicht anders 🙂 )

Jetzt fragt man sich natürlich: Was soll das?

Spleen? Mode? (wenn ja, welche?!?!?) Religiöse Gründe? Geltungbedürfnis?

Oder steckt da vielleicht was ganz anderes dahinter?

Tatsache ist:

Ich schwitze am Kopf wie ein Schwein…

Ich habe am Kopf wie ein Schwein geschwitzt, als ich noch dick war (allerdings nicht nur beim Sport, sondern bei jeder Gelegenheit, zu der ich mich mehr als üblich bewegen mußte).

Nun, da ich es nicht mehr bin, schwitze ich immer noch bei jeder sportlichen Aktivität wie ein Schwein…

Und ich HASSE es!

Nicht das Schwitzen an sich, das ist ja nicht ungesund und ein gepflegter Körper stinkt ja auch nicht beim Schwitzen (sondern erst danach, wenn man sich nicht wäscht und wartet, bis die auf der Haut untermietenden Bakterien sich zum Festgelage einfinden und bestimmte Stoffe im Schweiß u.a. in Buttersäure zerlegt haben…).

Aber die heiß-kalte Suppe, die mir das Gesicht runterläuft, von den Haaren tropft und sowohl die Brille von der Nase, als auch die In-Ears aus den Ohren rutschen lässt, und man gar nicht mehr mit dem Wegwischen hinterherkommt… die HASSE ich! Davon mal ganz abgesehen, dass dann das Gym-Handtuch (das eigentlich nur ein bißchen vor den Körperausdünstungen der anderen an meinem Luxuskörper schützen soll) nach 5 Minuten von meinem eigenen Schweiß durchweicht ist, es ist einfach eklig und man sieht dabei auch noch scheiße aus!!!!

Na… schon eine Idee, warum ich beim Sport nicht ohne  meine Bandanas anzutreffen bin? Ich geh nicht Laufen, nicht zum Zumba und schon gar nicht ins Gym, ohne meine bunten Tücher…

Bis auf gestern… da hatte ich es nämlich vergessen… und da ich das nicht als Ausrede gelten lassen wollte, bin ich trotzdem gegangen…

Nach 5 Minuten hingen die ersten Schweißtropfen an einer vorwitzigen Locke, die mir beim Squatten auf die Brille geplatscht ist… bäääääh! Das nervt ganz schön, wenn man versucht, sich auf die erste Kniebeuge seines Lebens mit 50 kilo auf der Schulter zu konzentrieren und einen dabei dauernd der eiskalte Schweiß des Todes antröpfelt!!!!

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Schön ist zwar auch anders und nen Fashionaward werde ich damit nie gewinnen (z.B. Gymbunny des Monats), aber die Bandanas bewahren mich davor, auszusehen, wie ein überforderter Otter, indem sie das Schwitzen tarnen und die triefende Suppe abfangen, die derangierte „Frisur“ verbergen und auch Brille und Ohrstöpsel sicher an ihrem Platz halten… Dass ich bei meinem Sportpensum jede Woche einen kleinen Bandana-Wäscheberg produziere, nehme ich da gern in Kauf…

Also, wer noch nach einem kreativen Geschenk für mich sucht… mit einem Bandana in einer aufregend exotischen Farbe macht man gewiss nichts falsch 😀

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Boobie-Talk (again) – Pixies ultimativer Sport-BH-Test

Ein absolut unverzichtbares Utensil für dein neues sportliches Leben ist ein gut sitzender Sport-BH!

Ich selber komme von einer unglaublich unsportlichen und absolut sport-unfreundlichen 95G-H und habe mich auf meiner Reise sukzessive runtergearbeitet. Im Laufe der Zeit habe ich zwangsweise etliche Marken, Exemplare und Kuriositäten ausprobiert und bin inzwischen bei einer 75E angekommen. Das ist in der Unterbrustweite nicht mehr so kompliziert, wie eine 95, aber da das Körbchen anscheinend nicht mehr weiter schrumpft (zum Glück, nen bissi was möchte ich schon noch in die Auslage werfen können, auch wenn es nur verpackt wirklich gut aussieht, aber das Problem hab ich eigentlich seit ich 16 bin *seufz*), gibt es immer noch nicht die große freie Auswahl im Wäscheparadies, denn die grossen Cups jenseit D fangen meist erst ab 80 an…

Aber zurück zum Thema Sport-BH.

Wer eine sehr große Oberweite hat, wird das kennen: Jogging, Springen, eigentlich alles, was uns in Wallung bringt, wird durch mangelnden Support durch einen fest sitzenden BH nicht nur schmerzhaft, sondern sieht auch blöd aus!  Und es hindert uns zu allem Übel auch noch an der ordnungsgemäßen Ausführung der Übungen, weil wir die ganze Zeit irgendwie dafür sorgen müssen, dass alles an seinem Platz bleibt, nichts rausfällt und wir uns nicht ein blaues Kinn schlagen… 😉

Übungen. die vor einer Spiegelwand stattfinden sind ein furchtbarer Graus, denn das Elend auch noch sehen müssen, setzt dem Ganzen einfach die Krone auf…

Folge: Man kann nicht alles geben, schämt sich, ist die ganze Zeit damit beschäftigt, an seinen Klamotten rumzuzuppeln und so richtig sportlich kann man sich vor lauter Wackelpudding gar nicht fühlen…

Meine Ersthilfe, bestand und besteht bis heute darin, über den Sport-BH noch ein Spandex-Hemdchen zu tragen (Shaping-Unterwäsche, bei C&A für schlankes Geld (ca. 16€) zu haben, bei QVC unter der Bezeichnung „schlankstütz“ für unglaubliche Beträge, von denen ich aber nicht weiß, ob sie die Mehrausgabe wert sind… Bei meinen ersten Jogging-Versuchen und beim 30day-shred (Ich HASSE Jumping-Jacks!!!!!) habe ich sogar noch ein Extra-Shaping Bustier (C&A 9€) über BH und Shaping Hemdchen gezogen, so dass ich sage und schreibe 3fach gewappnet war, bevor ich mich wirklich sicher beim Sport gefühlt habe.

Derzeit habe ich  5 verschiedene Sport-BHs, die ich euch heute in einem kleinen Praxisvergleich vorstellen möchte, vielleicht auch, um euch die Kaufentscheidung zu erleichtern und euch die eine oder andere Fehlinvestition zu ersparen, denn wie wir alle wissen, ist die Anschaffung von Sport-BHs eine recht kostspielige Angelegenheit (kann es sein, es geht auch anders!).

Natürlich gibt es auch andere Marken, und sobald ich mir wieder was neues zulege, wird es auch Updates geben.

Noch ein Shopping-Tip, wenn ihr noch am Suchen seid: Geht in ein Fachgeschäft oder zu Kaufhof in die Unterwäsche-Abteilung (die Mädels da sind nch echt von der alten Schule und haben in der Regel schwer was auf dem Kasten) und lasst euch einmal vernünftig zwecks Größe beraten.

 

Ach ja, und da ich mich nicht mit irgendwelchen Herstellern über Bilderrechte streiten möchte, bitte ich die folgenden Unterwäsche-Bilder (ganz ohne Filter und Retusche) zu entschuldigen…  😉

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Anita – Maximum Support „momentum underwire“ Nr.5519

  • Grössen: 65-90 B-H
  • Online oder im Kaufhaus (Kaufhof)
  • ca 70€
  • schwarz, haut, weiß

Pros:

  • Bügel (drückt nicht)
  • sehr guter Halt
  • macht einen schönen Ausschnitt
  • einfach zu schließen (übliche BH-Form)
  • pflegeleicht, trocknet schnell, nimmt häufiges Waschen nicht übel, langlebig
  • auch in grossen Grössen erhältlich

Contras:

  • hoher Preis
  • keine peppigen Farben (wobei das schwarz ein eher glänzendes Anthrazitgrau ist, das passt schon)
  • Körbchen nicht elastisch, wenn die Brust kleiner wird, passt sich das Cup nicht noch an, sondern der BH ist zu groß

Hinweis: fallen großzügig in der Unterbrustweite aus, so trage ich derzeit eine 70F (etwas zu groß im Cup da schon etwas älter)

 

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Shock Absorber Modell: 335044 – Sport-BH Run

  • Größen: 70-85 B-F
  • online oder im Sportfachhandel (Intersport)
  • Preis: 42€
  • Farben: Pink/Lila, Schwarz, Weiss, hellblau/pink, lila/weiss, blau/gelb, schwarz/gelb (Ich hab ihn in Pink/Lila und Schwarz)
  • Soll laut Werbung die Brustbewegung um 78% verringern

Pros:

  • coole Farben erhältlich
  • guter Support
  • angenehm zu tragen
  • mittleres Preissegment

Contras:

  • Oberer Clip ohne Hilfe schwer zu schliessen (sehr verrenkungsintensiv)
  • Trägerregulierung über Haken und Schlingen, nur eingeschränkt regulierbar und Gefahr des Aufgehens während des Trainings, kann behoben werden, indem der Haken etwas zusammengebogen wird
  • Das Pink verblasst extrem schnell und sieht leider schnell nicht mehr schick aus, beim schwarzen Modell keine Probleme
  • Beim Anziehen muss man das Unterbrustband mit dem Logo unter der Brust sorgfältig umdrehen, da es sonst hässliche Hautabdrücke durch das Gummilogo gibt.
  • Einer der Verschlusshaken hat sich nach kurzer Zeit aufgebogen, so dass ich ihn immer wieder vorsichtig in Form biegen musste

 

 

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Domyos Feel Beautiful

  • Grösse 65-90 A-E
  • Gibts leider nur bei Decathlon Sport Discountern oder online
  • Farben: Schwarz (angeblich auch pink und lila)
  • Preis: 19.90€ (+6€ Versandgebühr bei Onlinekauf)

Pros:

  • Extrem gute Passform bei extrem leichter Beschaffenheit.
  • Keine Nähte
  • Sehr guter Halt
  • Formt einen guten Ausschnitt
  • Absolut angenehmes Tragegefühl
  • Variable Träger (gerade und über Kreuz tragbar)
  • Unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis
  • nicht nur als Sport-BH-Nutzbar

Contra:

  • Leider nicht überall zu haben
  • bisher nur in schwarz gesehen
  • Die Hakenlösung der flexiblen Träger kann u.U. rausrutschen und mitten im Training aufgehen (kann man durch vorsichtiges Biegen der Haken abstellen)
  • Einer der Verschlusshaken geriet bald aus der Form (auch hier vorsichtig wieder in Form gebogen, muss ab und an wiederholt werden)

Die Webseite macht ein paar merwürdige Werbeversprechen zum Thema „Stärkung des Brustgewebes und Straffung“, das einfach mal gepflegt überlesen, dann bleibt ein absolut preisgünstiger und tragbarer und zu dem noch ansehbarer Sport BH… sobald ich nochmal an einem Decathlon vorbei komme, brauch ich Nachschub!!!! (In Essen gibts zum Beispiel einen in der Rathausgalerie, wo früher Saturn drin war)

 

 

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Hunkemöller HKMX Sport BH extra strong support level 3

  • Grössen: 70-85 B-F
  • Nur bei Hunkemöller
  • Farbe: Schwarz
  • Preis: 29.90€

Pro:

  • Konventionelle Trägerverstellung (keine Haken, die aus Schlaufen rausrutschen können

Contra:

  • Extrem schwer anzuziehen, obwohl die Größe stimmt. Kriege das Ding nur mit viel Geduld auf dem Rücken liegend zugemacht. Macht das ganze Ding eigentlich zu einem No-Go
  • Die komischen Pads in den Cups kann man zum Glück rausnehmen, die tragen nur auf und rutschen hin und her.

 

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Tchibo Profi Sport-BH

  • Größen: 75-85 B-D (habe 80D)
  • Nur bei Tchibo (derzeit vergriffen)
  • Farbe: schwarz
  • Preis: 14.95€

Pro:

  • Preiswert
  • Stützt OK

Contras:

  • Durch den festen Kreuzrücken nur kompliziert über den Kopf anziehbar und mit auf den Rücken verdrehten Armen hinten zu schliessen
  • Trägerkürzen über Haken-Schlaufensystem, das rausrutschen kann
  • Geringe Grössenauswahl

Fazit:

Mein persönlicher Favorit ist der Domyos, dicht gefolgt vom Shock-Absorber, wobei ich bei letzterem die schwer zu schließende Supportschnalle und das blöde Haken-Schlaufensystem zum regulieren der Trägerlänge total nervig finde. Aber da die Stützleistung gut bis sehr gut ist, nehme ich das notgedrungen in Kauf. Der Anita BH ist von der Stützleistung und vom Tragekomfort absolut unschlagbar, allerdings eben auch recht teuer.

Allerdings ist der Anita (bzw. generell Produkte von Anita) natürlich auch für Mädels mit grossen Oberweiten so ziemlich die einzigste mir bekannte Alternative für vernünftige Sport-BHs.

Dinge, die die Welt (beim Abnehmen) nicht braucht – und welche doch!

Fitnesstracker, Pulsuhren, Eiweiss-Shakes, Diät-Pillen und Waagen, die Dir (und der Welt, wenn du nicht auf Deine Datenschutzeinstellungen achtest) bis hin zu Deiner Stuhlqualität alles über dich sagen können…

Die Werbung weiss ganz genau, was Du alles brauchst, um Dein Ziel zu erreichen und für immer im Tal der Glückseeligen Einzug zu halten…

Die Werbung LÜGT!!!!!

Ein paar Dinge sollte man wirklich haben/anschaffen, wenn man es ernst meint, mit dem gesünderen Essen und der Bewegung. Aber keinesfalls sind es Dinge, für die man seine Seele verkaufen muss… oder einen Grossteil seines Vermögens opfern. Manches gibt es sogar kostenlos und dabei völlig legal…

Vieles andere kann man zum Einstieg und für die Erhaschung der Grundidee erstmal kostenlos im Internet nachlesen und manches sogar auch auf den gängigen Portalen anschauen, bevor man z.B. für eine Vollversion einer Trainings-DVD den vollen Preis bezahlt.

Hier meine ultimative Liste der Dinge, die man sich meiner Meinung nach wirklich anschaffen sollte, wenn man durchstartet:

1. Ein Paar gute=gut passende=gut aussehende=gut stabilisierende Laufschuhe

Egal, ob Du schon joggen kannst, es überhaupt willst, oder eher von der gehenden oder tanzenden Fraktion bist. Ein Paar robuste, gut passender Laufschuhe sind ein Muss für den gesunden Fuss und Körper. Zudem hat das Schnüren der Trainingsschuhe einen ungeheuren psychologischen Effekt, auch wenn man „nur“ 20 Minuten um den Block marschiert. („Ich mache jetzt Sport! Stört mich nicht! Das ist MEINE Zeit und nichts und niemand kann mich davon abhalten. Sobald ich die Dinger wieder ausgezogen habe, bin ich dann wieder ansprechbar für alle Probleme dieser Welt!“)

Die Schuhe müssen nicht aus der obersten Preisklasse stammen, meine waren damals aus der Vorjahressaison und ich habe 59€ dafür bezahlt. Auch nach anderthalb Jahren gehe ich damit mehrmals wöchentlich joggen und hatte nie Beschwerden, so dass ich davon ausgehe, sie noch eine Weile nutzen zu können.

Lasst euch beraten, aber lasst euch auch nichts aufschwatzen!

Für Schwergewichte halte ich Laufschuhe die unter dem Label „Stabilisierend“ verkauft werden, für eine gute Wahl, denn das ganze Gewicht möchte ja schliesslich nicht völlig unabgefedert auf unsere Gelenke knallen.

Zieht die Schuhe an, lauft in ihnen herum, schaut, dass ihr Socken tragt, wie ihr sie auch beim Sport tragen werdet und verlasst euch auch auf euer Gefühl.

Sie sollten euch übrigens auch optisch gefallen, denn ich habe die Efahrung gemacht, dass ich mich bei Schuhen, die ich hässlich finde, weniger motivieren kann, sie auch wirklich anzuziehen… Wenn Du Deine Laufschuhe liebst, willst du sie auch ausführen!

2. (For the Ladies) Zwei wirklich gute=gut passende Sport-BHs

Reicht nicht einer? Wenn ihr es wirklich durchzieht, werdet ihr dankbar sein, wenn ihr zwei habt, von denen einer kontinuierlich in der Wäsche ist, während ihr den anderen schon wieder vollschwitzt.

Besonders mit grossen Cups und grossen Unterbrustweiten sind Sport-BHs nicht billig, das weiss ich. 70€ für ein halbwegs akzeptables Exemplar sind keine Seltenheit und wenn ihr Pech habt, könnt ihr nach 3, 5 oder 8 Monaten schon wieder losziehen und die nächstkleinere Grösse kaufen…

Zu diesem Thema plane ich noch einen Beitrag mit meinen eigenen Erfahrungen mit den verschiedenen Modellen auf dem Markt.

Nichts desto trotz: Geht in ein Fachgeschäft oder in die Fachabteilung eines Kaufhauses (unglaublich, aber bisher habe ich in jedem Kaufhof, in dem ich war, immer eine fachkundige Beratung in der Miederwarenabteilung bekommen, die scheinen da noch echt von der alten Schule sein…)

Ihr werdet bald merken, dass sich viele Dinge mit einem festen BH einfach besser, einfacher und vor Allem schmerz- und irritationsfrei durchführen lassen. Sei es die Zumba-Stunde, das Walken (später vielleicht sogar Joggen) und auch Workouts, wie der berühmte 30-Day-Shred waren und sind für mich ohne einen vernünftigen Sport-BH völlig undenkbar.

3. Personenwaage

Ja, ich finde, eine Waage sollte man beim Abnehmen schon sein Eigen nennen. Was ich allerdings nicht meine, ist, dass es gleich ein computertechnisches Meisterwerk sein muss… Körperfett, Daten und Profile einspeichern, W-LAN, Synchronisation mit Apps und Anwendungen… weiss der Geier, was nicht noch alles… Kinkerlitzchen!!!!

Eine einfache Digitalwaage, auf die man sich draufstellt und die einem dann sein Gewicht anzeigt gibts bei Rossmann schon um die 12€…

Habe meine jetzt schon ca 4 Jahre und habe seit dem genau einmal die Batterien wechseln müssen. Ich steige drauf, sie zeigt mir mein Gewicht und fertig. Wenn ich dann gleich danach wieder draufsteige, zeigt sie mir wieder das gleiche Gewicht und wenn ich das dann noch fünfmal wiederhole, zeigt sie mir immer noch das gleiche Gewicht. Das reicht für mich, um dem Ding soweit zu vertrauen, dass sie mir zumindest immer den richtigen Trend angibt und ich ein Mindestmass an Kontrolle habe.

4. Massband

Gibts in jeder Kurzwarenabteilung für schätzungsweise 99 Cent und wenn der Bauchumfang nicht grösser als 100 cm ist, reicht so ein Ding völlig aus.

Natürlich gibt es auch spezielle Massbänder, die uns mittels Farbcode warnen, dass wir zu dick sind und auch den den BMI anzeigen können. Wem das knapp 10€ wert ist, der mag einmal Amazon mit den naheliegenden Schlagworten konsultieren…

Regelmässig Mass nehmen bringt manchmal ganz unerwartete Erfolgserlebnisse, auch wenn die Waage mal keine Fortschritte dokumentieren mag. Von daher nicht zu unterschätzen zur Kontrolle und Motivation.

5. Küchenwaage

Sollte man nicht nur zum Kuchenbacken besitzen, sondern auch täglich nutzen, um Lebensmittel abzuwiegen.

Besonders solche mit hoher Energiedichte und Kaloriengehalt wie Nüsse, Brot, Müsli, Kartoffeln, Nudeln, Schokolade… sollten nicht ungewogen auf euren Teller, bzw. in euren Mund wandern.

Auch hier muss es nicht gleich der Rolls Royce unter den Küchenweagen sein, ein einfaches Modell für 10-15€ tut es allemal. Eine Tara-Taste sollte sie haben, denn Schüsseln und Teller sind oftmals überraschend schwer, aber ich glaub, keine heutzutage erwerbbare-Küchenwaage kommt heute ohne Tara-Funktion…

6. Küchenmaschine

Wir bleiben in der Küche… In dem Moment, in dem man aufhört, industriell vorgefertigte Speisen zu verzehren und beginnt, viel selbst zu machen, macht man schnell Bekanntschaft mit Rezepten, die von einem verlangen, dass man Nüsse, Früchte, Gemüse oder was auch immer, schnell und fein zerkleinert, stiftelt, schreddert, vermatscht…

Da kommt ein handelsüblicher Zauberstab oder Mixer der unteren und mittleren Preiskategorie schnell an seine Grenzen… Mein Horrorerlebnis waren 200g Datteln für meine No-Bake-Brownies, die den alten Mixer meiner Freundin Anja nicht nur zum Rauchen, sondern ganz übel zum Stinken gebracht haben…

Aber es muss nun auch nicht gleich das Luxusmodell sein, ein Modell der mittleren Preisklasse reicht völlig. Wenn man noch keinen hat, gerne ein Kombimodell mit Saft-Mixeraufsatz, denn irgendwann kommt man anscheinend zwangsläuftig auf den Trichter mit den Smoothies und den selbst gemixten Shakes aus Magerquark und einer Million leckerer Zutaten anstelle von gekauften Proteinshakes…

7. Kalorienzähl-App

Im Zeitalter der Smartphones eine praktische Angelegenheit und zudem in vielen Fällen auch noch kostenlos. Über MFP werde ich noch gesondert berichten, da es mir sehr am Herzen liegt, aber der Fairness halber sei natürlich gesagt, dass es natürlich noch andere Plattformen gibt, die man zum Tracken der Nahrung und der Bewegung nutzen kann.

8. Schrittzähler-App

Auch diese gibt es fürs Smartphone in verschiedenen Variationen kostenlos auf allen verfügbaren Systememen, so dass eine Anschaffung eines Pedometers oder eines teuren Fitnesstrackers, geschweige denn einer Pulsuhr mit Brustgurt etc. für Menschen, die zwar übergewichtig, aber ansonsten gesund sind, meiner Meinung am Beginn der Reise einfach unnötg sind.

Mein Favorit in dieser Kategorie ist das funktionale und wunderschöne Moves welches ich bis zur Anschaffung meines Fitbits täglich mit grosser Begeisterung benutzt habe.

9. Motivations-Playlist

Noch etwas, das nichts kostet aber Gold wert ist! Nehmt euch die Zeit und tragt Lieder zusammen, die euch auf Touren bringen. Surft durch youtube, lasst euch treiben oder durchforstet eure Alben, bis ihr mindestens 20 Lieder beisammen habt, die euch so richtig in Wallung bringen. Viele der Lieder, die damals noch auf meiner ersten Playlist waren, habe ich auch heute beim Sport noch täglich im Ohr und sie pushen mich immer noch so, wie zu meinen ersten Gehversuchen (im wahrsten Sinne des Wortes).

Was es ist, liegt völlig bei euch, experimentiert, schmeisst wieder runter, was in der Praxis nicht die erhoffte Wirkung habt, sucht weiter, bis es passt…

Und wenn ihr feststellt, dass ihr keine Musik beim Sport mögt, dann vergesst diesen Tip, denn wichtig ist einfach nur, was euch hilft, besser zu werden… jeden Tag ein Stück!

 

So, jetzt habt ihr alles beisammen, was ihr braucht, um erfolgreich die ersten Schritte auf eurer Reise zu tun. Viele Dinge, werden auf diesem Weg dazukommen und auch Reisegefährten (die super wichtig sind, die ich jetzt aber aus dieser „Sachenliste“ bewusst rausgelassen habe) werden sich einfinden und das ist alles auch gut und richtig so, wenn man merkt, dass man vielleicht doch mehr technischen Support benötigt, um wie gewünscht Fortschritte zu machen. Nicht jeder kann wie „Rocky“ im vierten Teil trainieren, manch einer braucht halt die „Drago-Variante“, um weiterzukommen…

das gilt es mit der Zeit herauszufinden, aber starten kann man wunderbar auch erstmal mit der Grundausstattung. Denn bis man verstanden hat, was dieser neue Computer am Handgelenk von einem genau will und was er alles kann, ist man bestimmt schon dreimal um den See gelaufen… 🙂

 

 

Pussy-Bike

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Ich bin verliebt!!! 🙂

Hab lange überlegt, ob ich es wage, in Hamburg mit dem Rad unterwegs zu sein. In Berlin hat es ja die letzten Male prima geklappt, aber da sind die Fahrradwege und sogar die Strassen irgendwie anders beschaffen und zumindest im West-Teil die Verkehrsteilnehmer aller Art irgendwie entspannt.

Hab auch schon viele Räder angeschaut in den letzten Monaten , aber konnte mich nie entschliessen. Neuanschaffen kommt bei den Diebstahlraten hier eh nicht in Frage, also ein Gebrauchtes… Gibts ja viele, aber keines sah bisher so aus, als würde es nur auf mich warten… Bis gestern!

Als mich gestern dieses Teil vor einer der vielen Fahrradwerkstätten in Altona/Ottensen angegrinst hat, hat es quasi sofort geschnackelt…Dringender Fall von „unbedingt haben müssen“!

Hatte ja auch mit Inlinern geliebäugelt, der Anschaffungspreis für das Rad war jetzt ungefähr derselbe und bei einem Fahrrad weiss ich zumindest, dass mir diese Fitnessvariante und Forbewegungsart Freude macht.

Zum ersten Mal im Leben ziehe ich es sogar in Erwägung, mir einen Fahrradhelm zuzulegen (hab ich auch schon das passende Stück gefunden… natürlich in Neon-Rosa, war klar, oder?). Sind zwar trotzdem noch unzählige Bekloppte auf 2 und 4 Rädern auf Hamburgs Strassen unterwegs, aber ich denke mit etwas Umsicht und Vorsicht, werde ich trotzdem viel Spass mit meiner Süssen haben…

Das alte Mädel ist wie ich… robust und ein bisschen Tomboy aber tief im Inneren wohnt eine Prinzessin!!!!

FitBit One – Mein ständiger Begleiter

 

Seit dem 8.5. 2014 habe ich nun mein Fitbit ständig bei mir und wollte nun einmal Zwischenbilanz ziehen.

Ich hab meins bei Saturn gekauft, es gab die Farben Bordeaux (hab ich) und schwarz zur Auswahl.

Der Preis beträgt 99€ und im Lieferumfang sind enthalten:

  • Das Fitbit
  • Eine Silikonhülle mit einem stabilen Clip zur Befestigung an der Kleidung
  • Ein ca. 5-6cm breites, weiches Armband mit Klettverschluss und einer kleinen Schlupftasche, in die man das Fitbit des Nachts zum Tracken des Schlafes geben kann.
  • ein USB-Stecker, der die Syncro mit dem PC ermöglicht (der sogenannte Dongle)
  • und ein USB-Kabel zum Aufladen des Gerätes

Weiterhin habe ich die Fitbit-App aus dem Iphone-AppStore kostenlos heruntergeladen.

Das Laden des Geräts geht a) superschnell und ist b) nur alle paar Wochen notwendig, zumal einen das iphone warnt, wenn der Ladestand des Fitbits niedrig ist. Innerhalb von höchstens 90-120 Minuten ist das kleine Gerät wieder voll einsatzfähig und man hat die nächsten Wochen wieder Ruhe.

Beim ersten Anschluss des Gerätes liegt dem Karton ein Zettel bei, auf welche Webseite man zum Anmelden muss und von da an läuft eigentlich alles voll automatisch.

Man kann sich entweder über Facebook anmelden oder einen Account anlegen.

Dann habe ich mich über MFP mit fitbit verbunden und seit dem synchronisiert sich beides gegenseitig.

Bei MFP hat sich für mich nur geändert, dass ich nun meine sportlichen Aktivitäten mit einer Start-Uhrzeit versehen muss, da ansonsten keine Verrechnung, sondern eine Doppelverbuchung von Kalorien stattfinden würde.

Ich habe die Anschaffung des Fitbits zum Anlass genommen, mein Kalorienziel noch einmal anzupassen und habe nun die von MFP vorgeschlagenen 1200kcal/Tag akzeptiert. Mein Aktivitätslevel ist nach wie vor sitzend und mein Abnehmwunsch liegt glaub ich bei 0,4kg/Woche

Dieses muss man in beiden Plattformen anlegen, kontrollieren und wenn nötig angleichen, da es sonst wahrscheinlich zu einem heillosen Durcheinander kommen würde.

Da Fitbit alle meine Schritte und auch deren Schnelligkeit und Intensität aufzeichnet, justiert sich MFP jedes Mal, wenn ich synchronisiere neu und mein tägliches Kalorienziel steigt im Laufe des Tages automatisch an, so dass ich nie bei den 1200 bleibe, sondern immer davon ausgehen kann, ungefähr 1450kcal zur Verfügung zu haben, meistens jedoch weitaus mehr, was es sehr angenehm und leicht durchzuhalten macht.

Ich fühle mich durch das Dingen durchaus angespornt, noch aktiver durch den Tag zu gehen und mache inzwischen noch mehr Wege zu Fuß als vorher. Daher komme ich mit dem eigentlich gesenkten Tagesziel sehr gut zurecht.

Meinen Sport logge ich inzwischen wie folgt:

  • Jogging wird nur noch übers Fitbit erfasst und Runtastic wurde von MFP entkoppelt, damit keine Doppelerfassung stattfindet.
  • Krafttraining, Yoga, QiGong, Intervalltraining, Zumba, usw. wird im MFP manuell von mir erfasst und von Fitbit verrechnet.

Aber es gibt auch ein paar Punkte, die ich anmerken möchte, da alles natürlich immer mehrere Seiten hat.

  • Mich stört zum Beispiel sehr, dass ich bisher keine Möglichkeit gefunden habe, andere Fitbitler im Fitbit zu meiner Freundesliste zuzufügen. Es gibt zwar eine Suchfunktion, aber die durchforstet meine FB-Kontaktliste und gibt mir die Möglichkeit, emails zu verschicken, nur wüßt ich nicht an wen… ich kenn mindestens noch 2 andere, die so ein Ding haben, würde mich auch gern vernetzen, aber weiß einfach nicht wie…
  • Für Abnehmanfänger, die gerade noch mit dem Kalorienzählen hadern und verzweifelt versuchen, MFP zu verstehen, bringt so ein Fitbit wahrscheinlich nur noch mehr Verwirrung, weshalb ich eigentlich eher Menschen als Zielgruppe sehe, die schon eine große Menge abgenommen haben, ihr Gewicht halten wollen, oder nur wenig abzunehmen haben. Für Schwergewichte bietet MFP eigentlich alles, was notwendig ist, um zu loggen und zu kontrollieren. Ein zusätzliches preisgünstiges Pedometer oder eine zuverlässige Schrittzähler-App wie „Moves“ reichen hier völlig aus, um schnell und unkompliziert grosse Forztschritte zu machen.
  • Das Fitbit-Dashboard (also die Kontrollansicht von Fitbit) am PC ist nett und hübsch gestaltet, für Eingaben aller Art für meinen Geschmack allerdings etwas zu kompliziert… als ich in die Türkei geflogen bin und sowohl die Zeit anpassen musste, als auch mein Kalorienziel auf „Halten“ setzen wollte, bin ich fast verzweifelt, bis ich nach 20mal durchklicken endlich bei dem Punkt „Ernährungsplan“ fündig geworden bin. Es reicht also nicht, wenn man mal eben sein Kalorienziel im MFP umstellt, man muss es auch im Fitbit machen, damit es nicht zu Verwirrung kommt. (Und nach dem Urlaub natürlich alles wieder zurück und die Sucherei ging von Vorne los)
  • Meinen Flüssigkeitsintake werde ich wahrscheinlich mit gar nichts in den Griff bekommen, denn weder das Fitbit, noch weitaus witzigere Apps (Plant-Nanny) sind nicht in der Lage dazu, mich dazu zu bewegen, 2 Liter Wasser am Tag zu trinken. Ich habs am Anfang ein paar mal mit gepflegt, aber inzwischen völlig vergessen…
  •  Meinen Schlaf tracke ich zwar jede Nacht (Wird direkt am Gerät durch das längere Drücken der einzigen Taste am Fitbit aktiviert und ausgeschaltet), aber so wirklich aussagekräftig finde ich es meist nicht… wenn ich 5x in der Nacht auf den Topf musste, weil ich am Tag vorher versucht habe, mein 2 Liter Tagesziel an Flüssigkeitsaufnahme zu erreichen, dann weiß ich das selber und brauch da keinen Tracker dazu. Hin und wieder guck ich drauf, wenn ich am Tag sehr müde bin und nicht weiß, wieso, meist finde ich dann in der Nacht davor viele Unruhe-Episoden über die Nacht verteilt, so dass es wenigstens ein bisschen was Interessantes für mich aussagt…
  • Die Weckfunktion habe ich noch nicht ausprobiert, da ich momentan länger schlafen kann, als mein Freund und somit das lautlose Wecken durch Vibration am Handgelenk nicht notwenig ist.

Es mag vielleicht den einen oder anderen geben, der das Ganze (inklusive Vernetzung mit anderen Anwendungen, Abgleich und Verrechnung) besser verstanden und smarter eingerichtet hat, aber für mich funktioniert es so und ich bin zufrieden, genau das Maß an Kontrolle über mich, mein Essen und meine Aktivitäten zu haben, wie ich es für mich brauche.

Ein Kontrollfreak, der immer zu 180% sicher sein muss alles aufs Zehntel-Prozent genau zu haben und sich dreimal wöchentlich seine Statistiken ausdrucken muss, sollte sich wahrscheinlich einen Pulsuhr-Computer kaufen und wird damit glücklicher werden.

Für jemanden, der sich schon mit sich, seinem Körper, dessen Bedürfnissen und Gepflogenheiten auskennt, wird sich womöglich durch das Fitbit weiter oder neu motiviert fühlen.

Jemand, der erst am Anfang steht, vielleicht etwas überfordert sein.

Daher mein Fazit: Nicht jeder braucht so ein Ding, aber es ist ein nettes Gadget für jeden, der seinen aktiven Lebensstil schon gefunden hat und diesen sozusagen weiter ausbauen möchte.

Ich würde es mir jetzt sofort wieder kaufen, bin aber froh, dass ich es erst jetzt getan habe und nicht zu früh losgelaufen bin. Wer noch weitere Fragen hat, natürlich wie immer gern zu mir damit 🙂