von Tupper-Tetris, Gläser-Hoarding, Schrank-Problemen und Wäsche-Bergen

Gesund essen, fit sein und ein aktives Leben sind toll!

Aber es gibt sie auch, die Schattenseiten unseres neuen Lebensstils, über die ich heute schonungslos berichten werde… (mit einem zwinkernden Auge, aber ich erfinde nichts! 😉 )

Es beginnt schleichend und wenn man es bemerkt, es oft schon zu spät, denn die Seuchen haben sich unmerklich ausgebreitet und dominieren ganze Lebensbereiche (und das meine ich hier rein örtlich und räumlich gesehen… )

Beispiele? Bitte sehr bitte gleich:

Ne Runde Tupper-Tetris gefällig?

Seit ich angefangen habe, mehr selbst und frisch zu kochen und vor Allem, seit ich mich auch noch am Mealprepping für ganze halbe Wochen versuche, nimmt die Menge der in meinem Haushalt ansässigen Tupper-Döschen, Bento-Boxen und Stullenbüchsen kontinuierlich und exponentiell zu… Es gibt jetzt nicht mehr nur dieses eine chaotische Schubregal, sondern daüber hinaus auch noch ein bis drei offene Plätze hier und da, wo ich Schüsseln, Töpfchen und Döschen versuche möglichst ordentlich und vor Allem platzsparend zu lagern… Wenn wir dann auch noch bei Schwiegermutti zu Besuch waren, dann stapeln sich in den nächsten Wochen zusätzlich noch „fremde“ Schüsseln, denn wir dürfen natürlich nie fahren, ohne mit anatolischen Spezialitäten für die nächsten 4 Wochen versorgt zu sein… Abgerundet wird das ganze noch mit diversen Shakern und Messbechern und auch das Thema Messlöffel füllt ganze Slots in meinem „Allerlei-Schubfach“)

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Die Herausforderung gleicht dem Nerd-Klassiker Tetris: Bringe möglichst viele ungleichförmige Teile möglichst platzsparend und ohne allzuviel verlorenen Space in einem begrenzten Rahmen unter…

Besonders „liebe“ ich Deckel in allen Formen und Größen und so Kleinkram, wie Dressingdöschen, wie sie öfters mit den hübschen Bento-Boxen kommen… Die sortier und stapel ich in regelmäßigen regelmäßigen Abständen neu und es hält in der Regel ungefähr minus 5 Minuten, bevor das alte Chaos wieder eingezogen ist…

Verlassen wir nun diese faszinierende Plastik-Welt und wenden uns einem weiteren Phänomen in meiner Küche zu: dem Gläser-Hoarding…

Früher landeten leere Marmeladen- oder Gurkengläser im Müll oder bestenfalls im Altglascontainer… Heute landen sie in einer großen Schuhschachtel, zusammen mit einem Bündel Glasmalstifte…

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Nachdem ich plötzlich einen Riesenbedarf an Nüsschen, Gewürzen, Körnchen, Süßungsmitteln aller Art und Pülverchen proteinreicher Natur habe und gleichzeitig keine Lust verspüre, tausende von geöffneten Tütchen und Päckchen rumstehen zu haben, bin ich relativ schnell auf das Umfüllen in Glaswaren aller Art verfallen… Eigentlich hätte ich es lieber gleichartig designed, aber wer hat so viel Geld, sich hunderte gleichartige Töpfchen und Tiegelchen bei Depot oder Butlers zu kaufen…

Und meiner DIY-Ader käme es dann auch gleich noch zu Gute, wenn, ja wenn ich es denn auch kontinuierlich schaffen würde mit der lieben Kunst am Glas… In der Realität wird meistens der Inhalt eingefüllt, ein Etikett mit reingesteckt, so daß man weiß, was drin ist, bevor man sich sagt „Am Wochenende habe ich bestimmt Zeit, die ganzen Gläser hübsch zu bemalen und dann 3 Tage still stehen zu lassen, damit die Farbe schön trocknet…“ Ihr ahnt, was dann passiert… richtig: NICHTS 🙂

Folge ist natürlich ein buntes Durcheinander an Gläsern aller Formen und Größen mit bunten Inhalten, die in meiner Küche wohnen und eine Atmosphäre von Chaos, Improvisation und Unfertigkeit verbreiten… (willkommen in meiner Welt…)

Nachtrag: Inzwischen bin ich übrigens zu einer Meisterin darin avanciert, diese nervigen Etiketten von meinen Gläsern so mühe- und unfallfrei wie möglich abzuknibbeln… 😀

Aber wollen wir mal die Küche verlassen und in den Kleiderschrank gehen… (Ich hab Glück, ich kann wirklich in meinen reingehen 🙂 ) – Was sehen meine schwachen Augen: Schrank-Probleme

Viele Klamotten hatte ich nun ja schon immer und daran wird sich wohl auch nichts mehr ändern… Neu ist, daß inzwischen Sport-BHs, Lauf-Shirts und Fitness-Tights einen Großteil des Platzes einnehmen und der Rest sich irgendwie dazwischen quetschen muß… Beim Schlendern am Wochenende verbinge ich mehr Zeit bei Sport-Scheck und Stadium als bei H&M und ich erwäge allen Ernstes beispielweise den Erwerb einer stylischen Gym-Leggins zum schwindelerregenden Preis von 99€ (und nein, ich werde es nicht tun, sondern auf nen Sale-Schnapper setzen)

Zu den augenscheinlich als Sport-Kleidung identifizierbaren Teilen kommt dann noch eine schier unendliche Menge an T-Shirts aller Art, welche ich hartnäckig versuche in „Gym-Shirt“ und „normales Shirt“ zu unterteilen und dann diese Unterteilung auch konsequent beizubehalten… Klappt oft, aber nicht immer, denn manche Shirts sind einfach zu cool, um sie nur im Gym zu tragen… 😉

Ein paar Schätzchen aus meiner XXL-Zeit habe ich auch noch und dem einen oder anderen bin ich auch schon mit der Schere zu Leibe gerückt und hab versucht Gym-Shirts mit neckischen Wickelungen und „mit-ohne Nähen“ zu produzieren, aber so richtig den Bringer habe ich da noch nicht gebastelt…

Das Gedränge in meinem Kleiderschrank bringt  mich dann auch gleich zum vorerst letzten „Fitgirl-Problem“…

WÄSCHE-BERGE!!!!!

Was bei zwei Sportlern in einem Haushalt an durchgeschwitzten Sportklamotten innerhalb kürzester Zeit anfällt, ist UNGLAUBLICH!!!!

Besonders im Winter sorgt allein eine Laufsession bei mir für ungelogen 11 Wäschestücke (und ja auch, die Handschuhe sind durchgeschwitzt…)

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Aber auch schon die „Standard-Indoor-Montur“ (Shirt, Hose, Socken, Unterwäsche, Bandana) macht bei mehreren Trainings pro Woche schon was aus… Dann noch die durchgesifften Handtücher… Wahnsinn!

Aber weder Auslüften noch Febreeze wird mich dazu bringen, meine einmal benutzen Sportklamotten ein zweites Mal anzuziehen (und ich WETTE, der eine oder andere in meinem Gym tut das… *börgs*)

Seit ich Sport treibe, läuft die Waschmaschine quasi täglich und auch trotz Trockner hängt eigentlich immer Wäsche im Haus rum, die irgendwie noch trocknen muß…

Zu meiner Ehrenrettung sei allerdings noch gesagt, daß trotz meinem Einkaufswahn was Sportklamotten angeht, die Kaufwut, was Trainings- und Laufschuhe angeht, ist bisher sehr moderat in Grenzen geblieben… Ich hab ein Paar Indoor-Trainingsschuhe und ein Paar Laufschuhe… das wars!

Ja, das ist sie, die „bittere Wahrheit“, was ein fitteres, gesunderes Leben an „negativen“ Seiten mit sich bringen kann… aber seien wir mal ehrlich? Wollen wir wirklich dahin zurück? Wo ein einziges Kleidungsstück mitunter so viel Stoff mit sich brachte, wie heute ein komplettes Gymoutfit 🙂

Ich jedenfalls nicht, ich stehe zu meinem Tupper- und Glaswahnsinn in der Küche und nehme die ständig laufende Waschmaschine und dem chronischen Platzmangel im Schrank und in der Küche gerne in Kauf… Denn das, was ich dafür bekommen habe, möchte ich nicht mehr missen….

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4 Gedanken zu “von Tupper-Tetris, Gläser-Hoarding, Schrank-Problemen und Wäsche-Bergen

  1. Ja bei Dosen, Tupper (frau braucht ja auch unbedingt eine Salatschleuder… ) platzt bei mir auch alles aus den Nähten… und ich habe zusätzlich noch ein Faible für Lauschuhe… vom Minimal- bis Trailschuh und seit neuestem auch einem Winterlaufschuh ist alles dabei! Man gönnt sich ja sonst nix…

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