Wie weit wirst DU gehen?

If you want to learn to fly the only way is to let go

ASP – How far would you go

Ich habe über smarte Ziele geschrieben, übers Prioritäten setzen und über Zeit, Neugier und Disziplin.

Nun stellt sich mir heute aus gegebenem Anlass eine Frage, die ich so noch gar nicht final beantworten kann, aber gern mal in den Raum stellen möchte

Wie weit bist DU bereit zu gehen?

Was bist du bereit zu verändern, um aus deinem Traum von einem gesunden, schlanken, fitten, neuen, besseren Körper Wahrheit werden zu lassen?

Ich dachte immer, ich wäre super radikal, dass ich so konsequent und auch erstmal ohne Netz und doppelten Boden meinen Weg so eingeschlagen habe wie er jetzt gerade verläuft…

Aber immer mehr stellt sich mir die Frage, ob nicht genau diese Radikalität der Schlüssel zum Erfolg ist…

Ausnahmslos alle Wegbegleiter, die bisher Grosses geleistet haben, haben dies nicht mit halben Sachen erreicht, sondern allesamt mit Konsequenz, Hingabe, mutigen Entscheidungen und einer Menge Disziplin.

Also frage ich mich:

Kann ich langfristig erfolgreich sein, wenn ich mein Ziel nur halbherzig verfolge? Oder erreiche ich damit auch nur halbherzige, kurzfristige Ziele?

Muss ich wirklich den unbequemen Weg gehen? Mich mit Sport quälen und stundenlang über gesunde Ernährung und das beste Training für meine Bedürfnisse recherchieren? Muss ich mich wirklich stundenlang in die Küche stellen, mein Brot selber backen und statt der billigen Erdnussbutter vom Aldi das teure Mus aus dem Reformhaus nehmen? Muss ich mich wirklich gegen Hohn und Spott durchsetzen, weil ich mein Essen auch im Urlaub tracken möchte? Muss ich wirklich darüber nachdenken, ob der Job den ich mache, mein Umfeld oder meine generelle Grundeinstellung an meinem Zustand möglicherweise zumindest eine Mitschuld hat? Und wenn ja, muss ich wirklich darüber Gedanken machen, wie ich die Situation verändern kann?

Müssen tun wir nur sterben… will damit sagen, kaum einer wird so komplett sein Leben umkrempeln, dass er zu allen obigen und noch hundert anderen möglichen Punkten JA!!!! schreien kann (ich kenn einige, die kommen da schon verdammt nah ran… 🙂 ), aber sobald man ein Ziel verfolgt, sollte man aufhören zu erwarten, dass man alles umsonst bekommt.

Wir reden nicht von einer kurzzeitigen Episode, nach deren Abschluss wir wieder genau da weiter machen können, wo wir standen, als wir angefangen haben. Unser Leben wird sich verändern… die Art wie wir denken, fühlen, essen, gehen, uns kleiden, schminken, so vieles und voch viel mehr werden wir mit anderen Augen sehen.

Wenn ich beispielsweise höre/lese, dass manche Menschen sich nicht einmal trauen, im Familien/Freundeskreis ihre gesunden Entscheidungen beim Essen zu verteidigen, andere hingegen aber bereit sind,

  • so essentielle Dinge wie einen Job zu verlassen, um in Zukunft gesünder leben zu können
  • ihr Auto verkaufen, um ab sofort mit der ganzen Familie mit dem Rad mobil zu sein
  • sich neben einem verdammt anstrengenden und körperlichen Alltag (meine Heldin des Alltags 😉 ), immer noch täglich Zeit für sich und etwas Extrabewegung freischaufeln
  • die sich ganze Fitnessräume im Haus einrichten und diese dann täglich auch nutzen

Irgendwann, irgendwo trennt sich die Spreu vom Weizen…

Ich will niemanden verurteilen, ich unterstelle den meisten volljährigen Menschen, die auch sonst im Leben stehen, genug Hirngrütze, um die Verantwortug fürs eigene Leben zu übernehmen.

Aber ich nehme mir dennoch das Recht heraus, über solche Begebenheiten nachzudenken und meine eigene Meinung dazu zu haben…

Also, wie sieht das bei euch aus?

How far would YOU go????

 

 

 

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8 Gedanken zu “Wie weit wirst DU gehen?

  1. Toller Beitrag, der ganz eng mit den smarten Zielen verknüpft ist. Sollte die Frage ‚Wie weit bist du bereit zu gehen?“ dann nicht schon mit „bis zum Ziel“ beantwortet sein? Weil eigentlich fragst du ja eher „Was bist du bereit für deine Zielerreichung zu tun?“.

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  2. Ein toller Beitrag 🙂 Und eine Frage, die man vielleicht nie ganz abschließend beantworten kann – irgendwann kommt sicher für jeden ein Punkt an dem er feststellt, das DIESES Opfer zu groß ist. Ich glaube wichtig ist, dass man hinterfragt, ob es wirklich „ein Opfer“ wäre oder nicht am Ende ein Segen 😉 und das man „ich kann nicht“ vergisst – man will höchstens nicht, obwohl man könnte 🙂

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    1. Ja, aber was genau ist das Opfer? opfere ich was, wenn ich geh oder bleibe? dies tu oder das lasse?
      mir geht es eher darum, dass manche schon mit angezogener Handbremse starten… im Leben stellen sich ja auch in anderen Bereichen immer wieder Entscheidungen, die man treffen muss, warum sollte es dann ausgerechnet einfach werden, wenn es um so etwas Essentielles geht, wie die Gesundheit 🙂 Ich hab so viel Respekt vor allen, die so konsequente Entscheidungen wirklich auch treffen!

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  3. Sehr schöner und gelungener Beitrag, der zum nachdenken motiviert 🙂
    Ich denke inzwischen, dass wenn man ein Ziel hat, also wirklich ein ZIEL, alles tun wird es zu erreichen…natürlich muss man manchmal Kompromisse eingehen oder Umwege einschlagen (man lebt ja leider nicht alleine auf der Welt), aber man wird dran bleiben…. 🙂

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  4. Es gibt da meiner Meinung nach drei unterschiedliche Typen:

    – Wollen ziemlich erfolgreich sein, es aber nicht so schwer nehmen, weil sie auch noch andere Prioritäten haben
    – Wollen zu 100% erfolgreich sein und gehen voll aufs Ganze
    – Wollen eigentlich erfolgreich sein, jammern aber im Schnitt lieber und/oder verbrüdern sich mit Gleichgesinnten

    Es kommt auch drauf an, was für ein Typ man ist. Mich macht Perfektionismus kaputt und ich verzichte nicht auf alles für ein Ziel, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich das nicht muss, da man i.d.R. nur gescheit auswählen muss, wofür man investiert, nach dem Motto: Nicht MEHR arbeiten, richtig arbeiten. Ein Stück Kuchen macht einen nicht fett und ruiniert gar nichts. Die Stunde gemütlich auf dem Crosser bummeln und Zeitunglesen könnte ich mir auch schenken.

    Viele schätzen auch Aufwand/Opfer falsch ein. Ich bin immer wieder baff, wieviele übergewichtige Menschen ich kenne, die nicht bereit sind, für ihr Essen in der Küche zu stehen. Die Begründung ist immer dieselbe: Essen muss schnell gehen, ich will mich damit nicht befassen, ich will meine Freizeit genießen. Genauso essen sie auch. Schling, schling, stopf, schling. Teilweise im Stehen. Aber wieviel Freizeit und Wohlbefinden man seinem Übergewicht opfert wird NIE bedacht. Nie. Das wird nie hinterfragt. Und es wird nie auf die Idee gekommen, dass der Gewinn eventuell größer sein könnte als die 5 Minuten Gemüse oder Obst schnippeln. Genauso mit Sport – die investierte Stunde, der immense Nutzen für Körper und Psyche. Wird nicht gesehen. Für sie ist es nur Leid, Leid und nochmals Leid. Für mich ist daher klar der Sieger derjenige, der schlaue Prioritäten setzt (auf seine aktuelle Lebenssituation bezogen) und auch mal 5e gerade sein lässt.

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  5. Warum haben die meisten Menschen eigentlich ein Gewichtsproblem? Schon in frühen Jahren wird uns beigebracht, habe ich was gutes geleistet gibt es Süßigkeiten, tut mir was weh bekomme ich Süßigkeiten, hab ich Kummer wirken Schokolade Wunder usw. Was ich sagen will ist egal was für einen Grund man hat „belohnt“ man sich in Form von Essen und das zieht so durch das ganze Leben. Jetzt ist man an einem Punkt angelangt an dem man sich in seiner Hülle nicht mehr wohl fühlt und möchte was tun. Wie schafft man das? In dem man verzichten muss. Verzichten auf kiloweise Schokolade, Verzicht von schnellen Essen, Verzicht auf Bequemlichkeit usw. Verzicht macht aber keinen Spaß bzw. Macht einen nicht glücklich und dann beginnt alles von vorne.
    Um etwas in seinem Leben erreichen zu wollen, ist man gezwungen was zu tun, zu kämpfen, sich zu quälen und auch andere Opfer zu bringen und genau das schaffen halt die wenigsten, denn sich selbst zu belohnen ist ja einfacher als sich zu quälen….

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